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Stand: 30. Juli 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz
Bei der Hüftdysplasie und Hüftluxation hängt der Verlauf in hohem Maß davon ab, wie ausgeprägt Fehlbildung und Fehlstellung sind und wie lange sie unbehandelt bestehen: Die beste Prognose hat eine direkt nach Geburt erkannte und behandelte Instabilität des Hüftgelenks: Dann beträgt die Heilungschance praktisch 100 Prozent. Wenn schon bei der Geburt eine Hüftluxation besteht, ist die Prognose ungünstiger. Allgemein gilt also: Je später die Luxation auftritt und je früher die Behandlung einsetzt, desto besser sind die Behandlungserfolge.
Eine angeborene Hüftdysplasie im frühen Stadium – ohne Hüftluxation – heilt sogar in den meisten Fällen ohne Behandlung innerhalb von zwei Monaten von selbst, wenn sich die Bewegungsabläufe normal entwickeln. Den Verlauf der Heilung kann man durch einfache Maßnahmen fördern (z.B. Baby in Hüftbeugestellung wickeln und im Tragetuch tragen).
Eine länger bestehende Hüftgelenksdysplasie und Hüftgelenksluxation kann zu Durchblutungsstörungen des Hüftkopfs führen. Im weiteren Verlauf bildet sich eine Hüftkopfnekrose aus, das heißt das Gewebe des Gelenkkopfs stirbt ab, was dauerhafte Behinderungen nach sich ziehen kann. Infolge einer Hüftdysplasie und Hüftluxation kommt es bei Erwachsenen nicht selten schon früh zur Arthrose.
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