Hüftdysplasie, Hüftluxation: Verlauf

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (17. Oktober 2014)

Bei der Hüftdysplasie und Hüftluxation hängt der Verlauf in hohem Maß davon ab, wie ausgeprägt die Fehlbildung und Fehlstellung im Hüftgelenk sind und wie lange sie unbehandelt bleiben:

  • Die beste Prognose hat eine direkt nach der Geburt erkannte und behandelte Instabilität des Hüftgelenks: Dann beträgt die Heilungschance praktisch 100 Prozent.
  • Wenn schon bei der Geburt eine Hüftluxation besteht, ist die Prognose ungünstiger.

Allgemein gilt also: Je später bei einer Hüftdysplasie die Luxation der Hüfte auftritt und je früher die Behandlung einsetzt, desto besser sind die Behandlungserfolge.

In den meisten Fällen heilt eine angeborene Hüftdysplasie im frühen Stadium – ohne Hüftluxation – sogar ohne Behandlung innerhalb von zwei Monaten von selbst, wenn sich die Bewegungsabläufe normal entwickeln. Den Verlauf der Heilung einer Hüftdysplasie kann man durch einfache Maßnahmen fördern (z.B. Baby in Hüftbeugestellung wickeln und im Tragetuch tragen).

Eine länger bestehende Hüftdysplasie und Hüftluxation kann zu Durchblutungsstörungen des Hüftkopfs führen, was Komplikationen nach sich zieht: Nachfolgend bildet sich eine Hüftkopfnekrose aus – das heißt, das Gewebe des Gelenkkopfs stirbt ab. Dies kann dauerhafte Behinderungen nach sich ziehen. Infolge einer Hüftgelenksdysplasie und Hüftgelenksluxation entwickeln Erwachsene nicht selten schon früh eine Arthrose.


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