Hohlfuß: Angeborene und erworbene Ursachen

Veröffentlicht von: Till von Bracht (09. Februar 2016)

Ein Hohlfuß kann verschiedene Ursachen haben. Häufig besteht die Fußfehlstellung schon bei neugeborenen Kindern (angeborener Hohlfuß); die Formveränderung des Fußes kann sich aber auch im Lauf des Lebens durch unterschiedliche Faktoren entwickeln (erworbener Hohlfuß). In seltenen Fällen gelingt es nicht, den Grund für die Formänderung festzustellen (idiopathischer Hohlfuß: idiopathisch = ohne erkennbare Ursache).

Ein leichterer Hohlfuß kann seine Ursachen in einer anlagebedingten Abwandlung der normalen Fußform haben: Hohlfüße treten familiär gehäuft auf. Ob der Hohlfuß eine Behandlung erfordert, hängt davon ab, wie schwer die Fußfehlstellung ist und ob sie weiter fortschreitet.

Eine entscheidende Rolle bei der Entwicklung eines Hohlfußes spielt wahrscheinlich eine Lähmung der kleinen Fußmuskulatur. Für einen erworbenen Hohlfuß kommen als Ursachen oft zu kleine Schuhe oder zu hohe Absätze infrage. Stärker ausgeprägte Hohlfüße haben, vor allem wenn sie allmählich im Wachstumsalter entstehen oder die Formänderung zunimmt, oft eine neurologische Ursache.

Zu den möglichen Auslösern zählen folgende Systemerkrankungen des ZNS (= zentrales Nervensystem: Gehirn und Rückenmark):

  • Friedreich-Ataxie, eine Nervenerkrankung des Rückenmarks, wobei vor allem die Hinterstränge betroffen sind
  • amyotrophe Lateralsklerose, bei der Nervenzellen absterben und sich bindegewebig verändern
  • neurogene Muskelatrophie, ein durch erkrankte Nerven bedingter Schwund einzelner Muskelgruppen
  • Rückenmarkstumoren

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