Sie befinden sich hier:

Startseite > Krankheiten > Hörsturz > Ursachen

Forum

HNO

Porträt Prof. Dr. Markus Suckfüll Forenexperte: Prof. Dr. Markus Suckfüll Forum HNO
Foren-Login

Sie sind noch nicht registriert? Kostenlos registrieren

Hörsturz

Hörsturz: Ursachen

Stand: 21. Dezember 2010Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz

Anatomische Ansicht des menschlichen Ohres
Aufbau des Ohrs
(Klicken Sie zum Vergrößern auf das Bild.)

Beim Hörsturz konnten Forscher die genauen Ursachen bisher nicht eindeutig klären. Man vermutet, dass mehrere Faktoren zusammenwirken und letztlich dazu führen, dass sich die Durchblutungsverhältnisse im Innenohr ändern. Dort befinden sich die für das Hören zuständigen Sinneszellen, die sogenannten Haarzellen. Geräusche von außen erzeugen in diesen Zellen ein elektrisches Signal, das über den Hörnerv an das Hörzentrum im Gehirn weitergeleitet wird. Kleine Blutgefäße versorgen die Haarzellen mit Sauerstoff und Nährstoffen. Kommt es in diesen Blutgefäßen zu einer Minderdurchblutung, werden die Haarzellen geschädigt und in ihrer Funktion erheblich beeinträchtigt. Hörverlust beziehungsweise ein Hörsturz ist die Folge.

Die häufigsten Ursachen einer gestörten Durchblutung im Innenohr sind kleine Blutgerinnsel (Thromben), welche die Blutgefäße verschließen – ähnlich den Gefäßverschlüssen bei einem Herzinfarkt oder Schlaganfall. Man spricht deshalb auch von einem Innenohrinfarkt.

Alle Faktoren, die eine Verdickung oder erhöhte Gerinnungsneigung des Bluts begünstigen, können also zum Hörsturzbeitragen. Erhöhte Blutfettwerte, insbesondere des Cholesterins, spielen ein wichtige Rolle. Cholesterin lagert sich an den Gefäßwänden an, wodurch die Blutgefäße verengt und der normale Blutfluss behindert werden. Auch eine zu hohe Konzentration von gerinnungsfördernden Stoffen im Blut (z.B. Fibrinogen) sind eine mögliche Hörsturz-Ursache. Sie beeinträchtigt die Blutzirkulation in den kleinen Gefäßen des Innenohrs. Sind die Blutgefäße durch Arteriosklerose (Arterienverkalkung) vorgeschädigt, besteht eine erhöhte Gefahr, dass sich Blutgerinnsel in den Gefäßen festsetzen. Bluthochdruck (Hypertonie) und übermäßiger Nikotingenuss fördern die Entstehung von Arteriosklerose und gelten daher ebenfalls als Ursachen eines Hörsturzes.

Auch starke Blutdruckschwankungen, insbesondere ein plötzlicher Abfall des Blutdrucks, und Herzerkrankungen wie Herzmuskelschwäche (Herzinsuffizienz) oder Angina pectoris können eine Minderdurchblutung der Haarzellen im Ohr bewirken. Darüber hinaus wurde ein Zusammenhang zwischen schweren seelischen Belastungs- und Konfliktsituationen und dem Auftreten eines Hörsturzes beobachtet. Die Hörsturz-Ursachen sind folglich sehr vielschichtig.

Neben einer mangelnden Durchblutung des Innenohrs können möglicherweise auch andere Faktoren einen Hörsturz begünstigen, so zum Beispiel:

Weiterlesen: Hörsturz: Symptome

Das könnte Sie auch interessieren

Ohrenerkrankungen

Ohrenerkrankungen

Erfahren Sie im Überblick mehr über Ohrenerkrankungen und welche Erkrankungen dahinter stecken können. mehr ...

Weitere Themen:

Am häufigsten gelesen

Leben mit Krebs

Leben mit Krebs

Im Themenspecial finden Betroffene und Angehörige Informationen zu modernen Therapieformen sowie zur aktuellen Krebsforschung. mehr ...

Weitere Themen:

Disclaimer:

© 2012 gofeminin.de GmbH – Das Informationsangebot rund um die persönliche Gesundheit auf www.onmeda.de dient ausschließlich Ihrer Information und ersetzt in keinem Fall eine persönliche Beratung, Untersuchung oder Diagnose durch einen approbierten Arzt. Die auf Onmeda zur Verfügung gestellten Inhalte können und dürfen nicht zur Erstellung eigenständiger Diagnosen und/oder einer Eigenmedikation verwendet werden. Bitte beachten Sie auch den Haftungsausschluss sowie unsere Hinweise zu den Bildrechten.