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Hörsturz: Diese Ursachen könnten dahinterstecken

Veröffentlicht von: Till von Bracht (28. September 2016)

Beim Hörsturz konnten Forscher die genauen Ursachen bisher nicht eindeutig klären. Einige Forscher vermuten, dass bei einem Hörsturz mehrere Faktoren zusammenwirken, die letztlich die Durchblutung des Innenohres beeinträchtigen.

Die häufigsten Ursachen einer gestörten Durchblutung im Innenohr sind kleine Blutgerinnsel (Thromben), die die Blutgefäße verschließen – und dementsprechend einen Hörsturz begünstigen können. Man spricht deshalb auch von einem Innenohrinfarkt.

Alle Faktoren, die das Blut verdicken oder eine erhöhte Gerinnungsneigung begünstigen, können zum Hörsturz beitragen. Als Ursachen hierfür spielen zum Beispiel erhöhte Blutfettwerte, insbesondere des Cholesterins, eine wichtige Rolle: Cholesterin kann sich unter Umständen an den Gefäßwänden anlagern und somit die Blutgefäße verengen – der normale Blutfluss ist dadurch behindert.

Eine anatomische Darstellung des Innenohrs. Forscher vermuten, dass Durchblutungsstörungen des Innenohrs zu einem Hörsturz führen. Die genauen Ursachen sind allerdings noch nicht bekannt.

Forscher vermuten, dass Durchblutungsstörungen des Innenohrs zu einem Hörsturz führen. Dennoch: Bis heute ist nicht genau geklärt, welche Ursachen hinter einem Hörsturz stecken.

Kurz erklärt: So kann eine Durchblutungsstörung im Innenohr einen Hörsturz verursachen

Im Innenohr befinden sich die sogenannten Haarzellen – Sinneszellen, die für das Hören zuständig sind. Geräusche von außen erzeugen in diesen Zellen ein elektrisches Signal, das der Hörnerv an das Hörzentrum im Gehirn weiterleitet. Kleine Blutgefäße versorgen die Haarzellen mit Sauerstoff und Nährstoffen. Eine mangelnde Durchblutung in diesen Blutgefäßen schädigt die Haarzellen und beeinträchtigt ihre Funktion erheblich. Die Folge ist ein Hörverlust beziehungsweise ein Hörsturz.

Auch eine zu hohe Konzentration von gerinnungsfördernden Stoffen im Blut (z.B. Fibrinogen) gehört zu den möglichen Hörsturz-Ursachen. Diese Stoffe beeinträchtigen die Blutzirkulation in den kleinen Gefäßen des Innenohrs. Sind die Blutgefäße durch Arteriosklerose (Arterienverkalkung) vorgeschädigt, besteht eine erhöhte Gefahr, dass sich Blutgerinnsel in den Gefäßen festsetzen. Bluthochdruck (Hypertonie) und übermäßiger Nikotingenuss fördern die Entstehung von Arteriosklerose und gelten daher ebenfalls als mögliche Ursachen für einen Hörsturz.

Neben einer mangelnden Durchblutung des Innenohrs können möglicherweise auch andere Faktoren einen Hörsturz begünstigen. Weitere vermutete Ursachen sind:


Hörsturz durch Stress?

Einige Forscher nehmen an, dass auch Stress ein Auslöser für einen Hörsturz sein kann – oder diesen zumindest begünstigt. Studien haben gezeigt, dass viele der Betroffenen vor dem Hörsturz akutem oder chronischem Stress ausgesetzt waren. Allerdings ist hier die Forschungslage noch nicht ganz eindeutig (anders als etwa beim Tinnitus, wo man sich sicher, dass Stress eine Ursache ist). 

Derzeit gehen Wissenschaftler davon aus, dass Stress erst im Zusammenwirken mit anderen Faktoren einen Hörsturz verursachen kann. 

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