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Forenexperte: Prof. Dr. Markus Suckfüll
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HörsturzH.E.L.P.-AphereseStand: 21. Dezember 2010Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz Ein Verfahren zur Hörsturz-Therapie ist die sogenannte H.E.L.P.- Apherese (Heparin-induzierte extrakorporale LDL-Präzipitation). Hierbei werden in einem einmalig durchzuführenden Blutreinigungsverfahren Stoffe aus dem Blut herausgefiltert, die den Blutfluss in den Gefäßen behindern beziehungsweise die Blutgerinnung des Bluts fördern. Zu diesen Stoffen zählen LDL-Cholesterin, Lipoprotein (a) und Fibrinogen. Das Verfahren verbessert die Fließeigenschaften des Bluts und reguliert die Gefäßweite, sodass die kleinen Gefäße des Innenohrs wieder besser durchblutet werden. Der Erfolg der Behandlung tritt sehr rasch ein, häufig bereits noch während der Behandlung. Wichtig ist allerdings, dass die Therapie möglichst bald nach dem Auftreten eines Hörsturzes durchgeführt wird. Die H.E.L.P.-Apherese wird ambulant in speziellen Zentren durchgeführt. Sie dauert etwa zwei Stunden und kann ambulant erfolgen. Dem Betroffenen wird dabei über eine Armvene kontinuierlich Blut entnommen. Mithilfe einer speziellen chemischen Reaktion werden außerhalb des Körpers (extrakorporal) LDL-Cholesterin, Lipoprotein (a) und Fibrinogen aus dem Blut entfernt. Der Erkrankte erhält das so gereinigte Blut zurück. In einer Sitzung werden insgesamt etwa drei Liter Blut "gewaschen". Im Anschluss an die Behandlung kann der Betroffene sofort nach Hause gehen. Nach zwei Tagen wird das Hörvermögen durch einen HNO-Arzt kontrolliert. Um den Verlauf der Erkrankung beobachten zu können, wird eine weitere Untersuchung nach sechs Wochen empfohlen. Weiterlesen: Hörsturz: Therapie – Sauerstoffüberdruck-Therapie Das könnte Sie auch interessieren
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