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Forenexperte: Prof. Dr. Markus Suckfüll
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HörsturzHörsturz: TherapieStand: 21. Dezember 2010Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz Bei einem Hörsturz zielt die Therapie darauf ab, das Innenohr wieder ausreichend zu durchbluten. Die Haarzellen im Innenohr, welche Geräusche als Nervensignal an das Hörzentrum im Gehirn weiterleiten, sind bei einem Hörsturz nicht ausreichend mit Sauerstoff versorgt. Mithilfe der Behandlung soll die Durchblutung wieder verbessert werden. Dabei sind die Heilungschancen umso größer, je früher die Hörsturz-Therapie erfolgt. Für eine Behandlung stehen unterschiedliche Methoden zur Verfügung – der HNO-Arzt entscheidet, welche im Einzelfall geeignet sein kann. Zum einen kann der Arzt anstreben, mit einer Therapie die Fleißeigenschaften des Bluts zu verbessern. Zum anderen hilft bei einem Hörsturz oftmals die Gabe von Kortison (Glukokortikoide). Bei einem leichten Hörsturz ohne starke Beeinträchtigung des Hörvermögens kann der Arzt auch zum Abwarten raten. So tritt in einigen Fällen eine spontane Besserung ein. InfusionstherapieUm die Durchblutung des Innenohrs zu verbessern, wird vorwiegend die Infusionstherapie angewendet. Hierbei erhält der Erkrankte über eine Vene (intravenös) etwa zehn bis 14 Tage lang einmal pro Tag Lösungen, die das Blutvolumen in den Gefäßen vergrößern und das Blut verdünnen (sog. Plasmaexpander). Durch die Verdünnung des Bluts verbessern sich dessen Fließeigenschaften. Zusätzlich werden Medikamente verabreicht, welche die Blutgefäße erweitern und auf diese Weise den Blutfluss erhöhen. Die verwendeten Wirkstoffe sind Hydroxyethylstärke (HES) und Pentoxifyllin. Als Nebenwirkung der Hörsturz-Therapie kann unter anderem Juckreiz auftreten. Zusätzlich oder alternativ zu den Plasmaexpandern verabreicht der HNO-Arzt bei der Hörsturz-Therapie häufig auch Medikamente aus der Wirkstoffgruppe der sogenannten Glukokortikoide (z.B. Kortisonpräparate). Sie wirken gegen die Entzündung und Schwellung, die beim Hörsturz im Ohr auftreten können. Weiterlesen: Hörsturz: Therapie – H.E.L.P.-Apherese Das könnte Sie auch interessieren
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