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Hörsturz

Hörsturz: Diagnose

Stand: 21. Dezember 2010Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz

Beim Hörsturz ist eine schnelle Diagnose und Behandlung wichtig – es handelt sich um einen medizinischen Eilfall. Bei Anzeichen für einen Hörsturz sollte der Arzt so rasch wie möglich das Ohr und die Hörfähigkeit untersuchen, um eine gezielte Diagnose stellen zu können. Treten Symptome wie plötzliche Hörminderung, dumpfes Gefühl im Ohr, Ohrgeräusche oder Schwindel auf, sollte man unverzüglich einen Hals-Nasen-Ohren-Arzt (HNO-Arzt) aufsuchen. Nur er kann feststellen, ob es sich um einen Hörsturz oder eine andere Erkrankung beziehungsweise Verletzung handelt. Wird der Hörsturz nicht rechtzeitig erkannt und behandelt, besteht das Risiko, dass sich das Hörvermögen nicht mehr vollständig wiederherstellen lässt oder ganz verloren geht.

Durch die Schilderung des Betroffenen (Anamnese) erhält der HNO-Arzt wichtige Hinweise zur Hörsturz-Diagnose. Verschiedene Untersuchungen zur Funktionsfähigkeit des Ohrs helfen ihm bei der Diagnosefindung. Mit der Ohrspiegelung (Otoskopie) stellt der HNO-Arzt sicher, dass der Verlust der Hörfähigkeit nicht auf einer Verstopfung des äußeren Gehörgangs durch Ohrenschmalz oder auf einer Verletzung des Trommelfells beruht.

Mit Hörtests wie Tonaudiometrie, Stimmgabelprüfung und Sprachaudiometrie kann der HNO-Arzt das Ausmaß der Schwerhörigkeit feststellen. Zudem grenzt er so eine Innenohrschwerhörigkeit (Schallempfindungsschwerhörigkeit) von einer Hörminderung aufgrund einer sogenannten Schallleitungsschwierigkeit ab. Diese kann bei Schädigung des äußeren Ohrs beziehungsweise des Mittelohrs auftreten.

Zur gezielten Hörsturz-Diagnose setzt der HNO-Arzt weitere spezielle Untersuchungen ein, um zwischen dem Hörsturz und einer Schwerhörigkeit bei Erkrankung des Hörnervs (sog. neurale Schwerhörigkeit) zu unterscheiden, so zum Beispiel:

  • Tonaudiometrie nach Fowler (Recruitmentmessung)
  • Hirnstammaudiometrie (BERA)
  • Messung otoakustischer Emissionen (OAE).

Bei einem Hörsturz überprüft der Arzt außerdem die Funktion des Gleichgewichtorgans (Vestibularisprüfung) mit verschiedenen Methoden. So kann bei einem Hörsturz auch das Gleichgewichtsorgan betroffen sein. Zusätzlich ist es wichtig, die Eigenschaften des Trommelfells zu untersuchen. Dazu eignet sich die sogenannte Tympanometrie.

Weiterlesen: Hörsturz: Therapie

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