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HodenkrebsHodenkrebs: DefinitionStand: 28. Februar 2010Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz Unter Hodenkrebs versteht man einen bösartigen Tumor, welcher sich meist aus den Keimzellen des Hodens entwickelt. Aus diesen Zellen gehen auch die Samenzellen (Spermien) hervor. Ungefähr 90 Prozent aller bösartigen Hodentumoren entstehen aus den Keimzellen des Hodens. Man nennt sie daher auch Keimzelltumoren. Da im Hoden verschiedene Zelltypen vorkommen, unterteilt man den Hodenkrebs je nach seinem Ursprung in zwei etwa gleich häufige Hauptgruppen: in Seminome und Nichtseminome. Nichtseminome unterteilt der Arzt je nach dem Gewebe in weitere Unterformen. Es können auch Mischtumoren auftreten, die dann allerdings wie Nichtseminome behandelt werden. Zudem gibt es noch die wesentlich selteneren Tumoren, die vom Stützgewebe des Hodens ausgehen, die Lymphome des Hodens, die Tochtergeschwülste (Metastasen) von anderen Tumoren und etliche mehr. Anatomie des HodensDer Hoden ist ein paariges männliches Geschlechtsorgan. In den Hoden werden die Samenzellen (Spermien) sowie das männliche Sexualhormon Testosteron gebildet. Beide Hoden haben in etwa die Größe einer Walnuss und befinden sich im Hodensack. Der linke Hoden ist meist etwas größer als der rechte. Über ein fein verzweigtes Netz von Kanälchen gelangen die Spermien in den Nebenhoden, einen etwa fünf Zentimeter langen, vielfach gewundenen Gang, der den Hoden jeweils kappenartig aufsitzt. Hier werden die Spermien gespeichert und durchlaufen die letzten Reifungsphasen. Der Nebenhoden geht in die Samenleiter über und mündet über die Prostata in die Harnröhre. Bei einem Samenerguss (Ejakulation) ist den Spermien noch das Prostatasekret und das Sekret der Samenbläschen beigemischt, welche der Prostata hinten seitlich anliegen. HäufigkeitEtwa 95 Prozent der Hodentumoren sind bösartig (maligne). Der Hodenkrebs ist aber ein recht seltener Tumor. Er macht nur etwa ein bis zwei Prozent aller Krebserkrankungen des Manns aus. Etwa 4.750 Männer in Deutschland erkranken jährlich neu an Hodenkrebs. Bei jungen Männern zwischen dem 20. und 40. Lebensjahr ist der Hodenkrebs der häufigste bösartige Tumor. Dabei sind Seminome häufiger zwischen dem 30. und 40. Lebensjahr zu beobachten, während Nichtseminome bevorzugt zehn Jahre früher auftreten. Es gibt ethnische Unterschiede in der Erkrankungshäufigkeit. Afroamerikanische Männer erkranken seltener als Europäer. In den letzten 30 Jahren hat sich die Häufigkeit von Hodenkrebs verdoppelt. Dabei spielt auch die verbesserte und frühere Diagnose eine wichtige Rolle. Weiterlesen: Hodenkrebs: Ursachen Das könnte Sie auch interessieren
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