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Forenexperte: Dr. Thomas Kreutzig
Forum Männergesundheit
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Stand: 28. Juli 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz
Wenn sich der Hodenhochstand (Maldescensus testis) im Verlauf der ersten sechs Lebensmonate nicht von selbst zurückbildet, muss er behandelt werden.. Die Therapie sollte diese bis zum ersten Geburtstag des Kindes abgeschlossen sein. Ein späterer Hodenhochstand kann schwerwiegende Folgen (z.B. Unfruchtbarkeit oder Hodenkrebs) nach sich ziehen, da das Hodengewebe bei abnormer Lage auf Dauer geschädigt wird.
Ist das Hodengewebe bereits geschädigt, produziert es zu wenige Spermien, was zur Unfruchtbarkeit führen kann. Erfolgt die Behandlung nicht rechtzeitig, liegt das Risiko einer späteren Unfruchtbarkeit bei einem betroffenen Hoden bei 30 Prozent und bei beiden Hoden bei 70 Prozent.
Das Risiko, im Erwachsenenalter an Hodenkrebs zu erkranken, erhöht sich um das Fünf- bis Zehnfache, wenn ein Hodenhochstand zu spät oder gar nicht wird.
Wenn sich Samenstrang und Hoden aufgrund des Hodenhochstands drehen, liegt eine sogenannte Hodentorsion vor. Diese führt zu einer akuten Durchblutungsstörung des Hodens, die eine sofortige Behandlung – in der Regel eine Operation – erforderlich macht.
Bei einem Hodenhochstand erhöht sich das Risiko für einen Leistenbruch. Dieser ist häufig, ebenso wie der Hodenhochstand, bereits bei der Geburt vorhanden.
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