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Hodenhochstand (Maldescensus testis): Verlauf

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (28. November 2013)

Wenn sich der Hodenhochstand (Maldescensus testis) im Verlauf der ersten sechs Lebensmonate nicht von selbst zurückbildet, muss er behandelt werden. Die Therapie sollte bis zum ersten Geburtstag des Kindes abgeschlossen sein. Ein späterer Hodenhochstand kann schwerwiegende Folgen (z.B. Unfruchtbarkeit oder Hodenkrebs) nach sich ziehen, da das Hodengewebe bei abnormer Lage auf Dauer im weiteren Verlauf geschädigt wird.

Unfruchtbarkeit

Ist das Hodengewebe bereits geschädigt, produziert es zu wenige Spermien, was zur Unfruchtbarkeit führen kann. Erfolgt die Behandlung nicht rechtzeitig, liegt das Risiko einer späteren Unfruchtbarkeit bei einem betroffenen Hoden bei 30 Prozent und bei beiden Hoden bei 70 Prozent.

Hodenkrebs

Das Risiko, im Erwachsenenalter an Hodenkrebs zu erkranken, erhöht sich um das Fünf- bis Zehnfache bei einem nicht oder zu spät behandelten Hodenhochstand. Am höchsten ist das Risiko, wenn einer oder beide Hoden im Bauchraum lagen. Auch wenn nur ein Hoden betroffen war, besteht für beide Hoden eine erhöhte Wahrscheinlichkeit, Hodenkrebs zu entwickeln.

Hodentorsion

Wenn sich Samenstrang und Hoden aufgrund des Hodenhochstands drehen, liegt eine sogenannte Hodentorsion vor. Diese führt zu einer akuten Durchblutungsstörung des Hodens, die eine sofortige Behandlung – in der Regel eine Operation – erforderlich macht.

Leistenbruch

Bei einem Hodenhochstand erhöht sich das Risiko für einen Leistenbruch. Dieser ist häufig, ebenso wie der Hodenhochstand, bereits bei der Geburt vorhanden.






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