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Forenexperte: Dr. Thomas Kreutzig
Forum Männergesundheit
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Stand: 28. Juli 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz
Bei einem Hodenhochstand (Maldescensus testis) ist eine Therapie ratsam, wenn sich der Hoden nicht innerhalb der ersten sechs Lebensmonate selbstständig absenkt. Danach ist die Wahrscheinlichkeit einer spontanen Senkung äußerst gering und der Hodenhochstand bleibt. Als Therapie kommen dann entweder eine Hormontherapie oder alternativ eine Operation infrage.
Um Spätfolgen wie Unfruchtbarkeit und Hodenkrebs zu vermeiden, sollte die Behandlung mit dem ersten Lebensjahr abgeschlossen sein.
Bestimmte Hormone wie GnRH (Gonadotropin-Releasing-Hormon) und HCG (Human chorionic gonadotropin) regen die Freisetzung von Testosteron an. Dieses sorgt dafür, dass sich der Hoden senkt. Während GnRH als Nasenspray verabreicht wird, muss der Arzt HCG in den Muskel spritzen. Bei der Therapie können beide Hormone miteinander kombiniert werden.
Die Hormontherapie ist in etwa 20 Prozent der Fälle erfolgreich. Das Risiko eines Rückfalls (Rezidiv) liegt bei etwa 25 Prozent. Daher sollten Eltern dafür sorgen, dass betroffene Kinder regelmäßig nach einem Monat, nach sechs Monaten und danach jährlich bis zur Pubertät untersucht werden.
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