Hodenhochstand (Maldescensus testis): Therapie

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (21. Januar 2015)

Bei einem Hodenhochstand (Maldescensus testis) ist eine Therapie ratsam, wenn sich der Hoden nicht innerhalb der ersten sechs Lebensmonate selbstständig in den Hodensack absenkt. Danach ist die Wahrscheinlichkeit einer spontanen Senkung gering, sodass der Hodenhochstand wahrscheinlich bleibt. Als Therapie kommen dann entweder eine Hormontherapie und/oder eine Operation infrage.

Um Spätfolgen wie Unfruchtbarkeit und Hodenkrebs zu vermeiden, sollte die Behandlung mit dem ersten Lebensjahr abgeschlossen sein.

Hormontherapie

Bestimmte Hormone wie GnRH (Gonadotropin-Releasing-Hormon) und HCG (Human chorionic gonadotropin) regen die Freisetzung von Testosteron an. Dieses sorgt dafür, dass sich der Hoden senkt. Während GnRH als Nasenspray zur Verfügung steht, muss der Arzt HCG in den Muskel spritzen. Bei der Therapie können beide Hormone miteinander kombiniert werden.

Die Hormontherapie ist in etwa 20 Prozent der Fälle erfolgreich. Das Risiko eines Rückfalls (Rezidiv) liegt bei etwa 25 Prozent. Daher sollten Eltern dafür sorgen, dass betroffene Kinder regelmäßig nach einem Monat, nach sechs Monaten und danach jährlich bis zur Pubertät untersucht werden.


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