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Hodenentzündung (Orchitis)

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (27. September 2012)

Die Hodenentzündung (Orchitis) ist eine vor allem durch Viren oder Bakterien ausgelöste Entzündung der Hoden. Die Entzündung entwickelt sich ein- oder beidseitig und verläuft in akuter oder auch in chronischer Form. Meist tritt sie zusammen mit einer Nebenhodenentzündung (Epididymitis) als sogenannte Epididymoorchitis auf.

Bei der Hodenentzündung ist der Hoden angeschwollen und die Haut über dem Hodensack gerötet.(Zum Vergrößern Bild anklicken.)
Bei der Hodenentzündung ist der Hoden angeschwollen und die Haut über dem Hodensack gerötet.(Zum Vergrößern Bild anklicken.)

Eine Hodenentzündung hat ihre Ursachen meist in einer Infektion mit Mumpsviren: Bei über dreißig Prozent aller erwachsenen Männer mit Mumps (im Volksmund auch Ziegenpeter genannt) tritt als Komplikation eine Entzündung der Hoden auf. Neben den Mumpsviren können auch andere Viren und seltener Bakterien eine Orchitis auslösen; vereinzelt sind außerdem Gewalteinwirkungen oder autoimmune Vorgänge für Hodenentzündungen verantwortlich.

Die für eine Hodenentzündung typischen Symptome sind – vor allem im akuten Stadium – Hodenschmerzen, Fieber und ein allgemeines Krankheitsgefühl. Außerdem sind entzündete Hoden angeschwollen und die Haut über dem Hodensack ist gerötet. Um bei der Diagnose festzustellen, ob wirklich eine Orchitis oder eine andere Erkrankung der Hoden – wie Drehung des Hodens um die Längsachse (Hodentorsion), akute Nebenhodenentzündung oder Hodentumoren – vorliegt, sind Blutuntersuchungen, der Nachweis des Erregers und Ultraschall geeignet. In seltenen Fällen ist es zusätzlich erforderlich, den Hoden operativ freizulegen, um die Diagnose zu sichern.

Die gegen eine Hodenentzündung eingesetzte Behandlung hängt von der Entzündungsursache ab: Haben Viren die Orchitis verursacht, besteht die Therapie hauptsächlich aus unterstützenden Maßnahmen wie Bettruhe, Hochlagerung und Kühlung des Hodensacks. Außerdem wirken sich antientzündliche Medikamente positiv auf den Verlauf der Entzündung aus. Gegen eine durch Mumpsviren ausgelöste Hodenentzündung ist das Medikament Interferon wirksam. Stecken Bakterien hinter der Hodenentzündung, helfen hingegen Antibiotika.

Die schwerwiegendste Komplikation der Orchitis ist die nicht rückgängig zu machende Schädigung des Hodengewebes mit nachfolgender verminderter Zeugungsfähigkeit beziehungsweise Sterilität. Daher ist es ratsam, der häufigsten Ursache der Hodenentzündung – dem Mumps – durch eine entsprechende Impfung vorzubeugen. Dies geschieht am besten schon im Säuglingsalter.






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