Anzeige

Anzeige

Anzeige

Anzeige

Anzeige

Hodenentzündung (Orchitis)

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (30. April 2014)

Die Hodenentzündung (Orchitis) ist eine vor allem durch Viren oder Bakterien ausgelöste Entzündung der Hoden. Die Entzündung entwickelt sich ein- oder beidseitig und verläuft in akuter oder auch in chronischer Form. Meist tritt sie zusammen mit einer Nebenhodenentzündung (Epididymitis) als sogenannte Epididymoorchitis auf.

Eine Hodenentzündung hat ihre Ursachen häufig in einer Infektion mit Mumpsviren: Bei etwa jedem dritten bis sechsten erwachsenen Mann mit Mumps (im Volksmund auch Ziegenpeter genannt) tritt als Komplikation eine Hodenentzündung auf.

Neben den Mumpsviren können auch andere Viren oder auch Bakterien eine Orchitis auslösen; vereinzelt sind Verletzungen des Hodens oder autoimmune, das heißt durch das Abwehrsystem verursachte Vorgänge, für eine Hodenentzündung verantwortlich.

Geschlechtsorgane des Mannes

Bei der Hodenentzündung ist der Hoden angeschwollen und die Haut über dem Hodensack gerötet.

Die für eine akute Orchitis typischen Symptome sind folgende:

  • Hodenschmerzen,
  • Fieber,
  • allgemeines Krankheitsgefühl,
  • Schwellung der Hoden und
  • Rötung der äußeren Haut des Hodensacks.

Um bei der Diagnose festzustellen, ob wirklich eine Hodenentzündung oder eine andere Erkrankung der Hoden – wie Drehung des Hodens um die Längsachse (Hodentorsion), akute Nebenhodenentzündung (Epididymitis) oder Hodentumoren – vorliegt, sind folgende Untersuchungen geeignet:

In seltenen Fällen ist es zusätzlich erforderlich, den Hoden operativ freizulegen, um die Diagnose zu sichern.

Die gegen eine Hodenentzündung eingesetzte Behandlung hängt von der Entzündungsursache ab: Haben Viren die Orchitis verursacht, besteht die Therapie hauptsächlich aus unterstützenden sowie schmerzlindernden Maßnahmen wie Bettruhe, Hochlagerung und Kühlung des Hodensacks. Außerdem wirken sich entzündungshemmende, schmerzstillende Medikamente positiv auf den Verlauf der Hodenentzündung aus. Gegen eine Hodenentzündung durch Mumpsviren ist das Medikament α-Interferon wirksam. Stecken Bakterien hinter der Hodenentzündung, helfen hingegen Antibiotika.

Als schwerwiegendste Komplikation der Orchitis kann das Hodengewebe so stark geschädigt sein, dass dies die Zeugungsfähigkeit eingeschränkt, beziehungsweise zur Sterilität (Zeugungsunfähigkeit) führt.

Da Mumps zu den häufigen Ursachen der Hodenentzündung zählt, ist es ratsam, sich vorbeugend durch eine Impfung zu schützen. Dies geschieht am besten schon während der Kindheit.






Anzeige