Hodenentzündung (Orchitis): Diagnose

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (13. April 2015)

Bei einer Hodenentzündung (Orchitis) erfolgt die Diagnose in der Regel anhand des Erscheinungsbilds der Hoden und mithilfe einiger Untersuchungen: Sind die Hoden entzündet, fällt bei der körperlichen Untersuchung auf, dass sie schmerzen, geschwollen und hart sind. Hebt der Arzt den Hoden an, lassen die Hodenschmerzen typischerweise nach (positives Prehn-Zeichen).

Die Blutuntersuchung ergibt erhöhte Entzündungswerte (wie erhöhte Anzahl an Leukozyten, erhöhter CRP-Wert, beschleunigte Blutsenkungsgeschwindigkeit) – außerdem lassen sich, je nach Ursache der Orchitis, Antikörper gegen bestimmte Erreger oder körpereigenes Gewebe im Blut nachweisen.

Manchmal ist es schwierig, eine Hodenentzündung bei der Diagnose von anderen Erkrankungen abzugrenzen: So können zum Beispiel

ähnliche Beschwerden wie eine Hodenentzündung hervorrufen.

In solchen Fällen hilft eine Ultraschalluntersuchung, die Orchitis nachzuweisen. Kann der Arzt eine Hodentorsion trotz Ultraschalluntersuchung nicht sicher ausschließen, ist es unter Umständen erforderlich, den Hoden operativ freizulegen, um die Ursache der Beschwerden abzuklären.


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