Sie befinden sich hier:

Startseite > Krankheiten > HIV und AIDS > HIV-Test > Weitere Testmethoden

Tests & Checks

Rund um das Thema AIDS

HIV-Test

Weitere Testmethoden

Stand: 19. August 2010Autor: Onmeda-Redaktion

PCR-Test

Im Gegensatz zu einem HIV-Antikörper-Test weist ein PCR-Test (pcr = polymerase chain reaction, zu Deutsch Polymerase-Kettenreaktion) nicht die HIV-Antikörper, sondern das HI-Virus selbst im Blut nach. In der Regel kann man HI-Viren bereits 15 Tage nach einer Infektion im Körper feststellen. Ein solcher Test kommt zum Beispiel zum Einsatz, um die Viruslast (die Menge an Viren) im Blut im Rahmen einer HIV-Behandlung festzustellen. Auch bei Neugeborenen von HIV-positiven Müttern erfolgt ein PCR-Test. Um eine sichere Diagnose zu erhalten, ist bei ihnen ein HIV-Antikörper-Test nicht geeignet, da sie über die Plazenta HIV-Antikörper der Mutter aufnehmen. Auch wenn Säuglinge sich nicht infiziert haben, kann ein HIV-Antikörper-Test noch bis zu 15 Monate nach der Geburt positiv ausfallen. Der direkte HIV-Gennachweis mittels des PCR-Tests ist somit bei Säuglingen die Testmethode erster Wahl.

Der PCR-Test kommt jedoch nicht als schnellere Alternative zum HIV-Antikörper-Test infrage: Da HI-Viren bei jedem Menschen unterschiedlich lange brauchen, um sich zu vermehren, kann der Test eine HIV-Infektion nach 15 Tagen noch nicht sicher ausschließen. Darüber hinaus gibt es zwei Virustypen: Virustyp HIV 1 und den selteneren Virustyp HIV 2. Letzterer wird durch den PCR-Test nicht erfasst. Für ein sicheres Ergebnis ist deswegen ein HIV-Antikörpertest nach drei Monaten unumgänglich.

Kostenlos wird der PCR-Test nur im Rahmen einer HIV-Behandlung oder bei Verdacht auf eine akute HIV-Infektion durchgeführt. Ist dies nicht der Fall, muss der Getestete die Kosten selber tragen (100 bis 180 Euro).

HIV-Heimtest

HIV-Heimtests sind Schnelltests, die zur Eigenanwendung vor allem im Internet angeboten werden. In Deutschland sind diese Tests jedoch nicht zugelassen und aufgrund der fraglichen Anwendungssicherheit und des fehlenden Bestätigungstests nicht zu empfehlen. Bereits kleine Anwendungsfehler können das Ergebnis verfälschen. Ein falsch-positives Ergebnis würde den Getesteten unnötig stark belasten. Ein falsch-negatives Ergebnis hingegen wiegt den Getesteten in falscher Sicherheit und kann schwere Folgen haben. Darüber hinaus entfällt bei einem HIV-Heimtest die Beratung, die aber bei einem HIV-Test unabhängig vom Ergebnis dringend zu empfehlen ist.

Das könnte Sie auch interessieren

HIV & AIDS

HIV & AIDS

Erfahren Sie im Überblick mehr über Symptome, Ursachen und Folgen von HIV und AIDS und was Sie tun können, um vorzubeugen. mehr ...

Weitere Themen:

Am häufigsten gelesen

Leben mit Krebs

Leben mit Krebs

Im Themenspecial finden Betroffene und Angehörige Informationen zu modernen Therapieformen sowie zur aktuellen Krebsforschung. mehr ...

Weitere Themen:

PartnerangeboteAnzeige

Disclaimer:

© 2012 gofeminin.de GmbH – Das Informationsangebot rund um die persönliche Gesundheit auf www.onmeda.de dient ausschließlich Ihrer Information und ersetzt in keinem Fall eine persönliche Beratung, Untersuchung oder Diagnose durch einen approbierten Arzt. Die auf Onmeda zur Verfügung gestellten Inhalte können und dürfen nicht zur Erstellung eigenständiger Diagnosen und/oder einer Eigenmedikation verwendet werden. Bitte beachten Sie auch den Haftungsausschluss sowie unsere Hinweise zu den Bildrechten.