Startseite > Krankheiten > HIV und AIDS > HIV-Test > Positives Testergebnis – was dann?
Stand: 19. August 2010Autor: Onmeda-Redaktion
Ein positives Testergebnis ist zunächst eine schockierende Nachricht und hat grundlegende Konsequenzen für das weitere Leben des Betroffenen. Deshalb ist es wichtig, im Zusammenhang mit einem HIV-Test eine Beratung wahrzunehmen, die einen HIV-Infizierten bei allen Fragen unterstützt.
Mittlerweile bestehen bei einer HIV-Infektion durch Medikamente gute Chancen, die Zeit bis zum Ausbruch von AIDS zu verlängern – unter der Voraussetzung, dass Betroffene gesundheitsbewusst leben, sich in eine regelmäßige medizinische Betreuung begeben und sich an die ärztlichen Empfehlungen halten.
Jedem HIV-Infizierten muss bewusst sein, dass er sein Leben lang andere Menschen mit dem HI-Virus anstecken kann. Durch die medikamentöse Therapie sind HI-Viren unter Umständen im Blut nicht mehr nachweisbar. Dennoch ist eine Ansteckung anderer Personen über Samenflüssigkeit, Scheidensekret oder andere infektiöse Körperflüssigkeiten möglich. Somit ist es unumgänglich, behandelnde Ärzte und Sexualpartner von der HIV-Infektion zu informieren. Darüber hinaus müssen HIV-Infizierte bei Sexualkontakten Kondome verwenden, um den Partner vor einer Ansteckung zu schützen!
Wer HIV-positiv ist, darf kein Blut oder Plasma spenden und sich nicht für eine Organ- oder Samenspende zur Verfügung stellen. Vorhandene Spenderausweise müssen vernichtet werden.
HIV-Infizierte können sich an erfahrene Berater wenden, die ihnen helfen, mit der Situation umzugehen und Probleme im Zusammenhang mit der Infektion zu bewältigen. Bei Beratungsstellen ist ihre Anonymität gewährleistet. Informationen zu Beratungsstellen, Online-Beratung oder Telefonberatung finden Sie beispielsweise auf den Seiten von "Gib AIDS keine Chance" – einer Kampagne der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung:
Neben den Beratungsangeboten können HIV-Infizierte auch in Selbsthilfegruppen Unterstützung finden.
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