Startseite > Krankheiten > HIV und AIDS > HIV-PEP (HIV-Postexpositionsprophylaxe) > Wann ist eine HIV-PEP angebracht?
Stand: 6. August 2010Autor: Onmeda-Redaktion
Eine HIV-PEP (HIV-Postexpositionsprophylaxe) ist angebracht, wenn:
Ist unklar, ob der Sexualpartner HIV-positiv ist und deshalb ein Infektionsrisiko besteht, sollte dieser möglichst im Krankenhaus einen HIV-Schnelltest machen. Bei solch einem Schnelltest hat man das Ergebnis bereits nach ein bis zwei Stunden und könnte mit einer HIV-PEP noch rechtzeitig beginnen.
Besteht ein eindeutiges Risiko, dass es zu einer HIV-Infektion gekommen sein könnte, sollte man so rasch wie möglich mit der HIV-PEP beginnen. Denn je früher man damit beginnt, desto besser sind die Erfolgsaussichten. Deshalb sollte man innerhalb der ersten 48 Stunden nach dem Risikokontakt die ersten Medikamente einnehmen, idealerweise jedoch innerhalb der ersten 2 bis 24 Stunden. Sind mehr als 72 Stunden vergangen, wird eine HIV-PEP im Allgemeinen nicht mehr begonnen. Nur in Ausnahmefällen wird sie auch nach diesem Zeitraum empfohlen, zum Beispiel wenn sich herausstellt, dass ein Patient HIV-positive Blutkonserven erhalten hat.
Die Medikamente der HIV-PEP sind über einen Zeitraum von mindestens vier Wochen einzunehmen. Dabei ist darauf zu achten, dass man die Tabletten regelmäßig und genau wie vorgeschrieben einnimmt.
Danach überprüft der Arzt mit einem HIV-Test den Erfolg der HIV-PEP und wiederholt den Test weitere dreimal im Abstand von jeweils vier Wochen. Erst wenn alle diese Tests negativ ausfallen, steht fest, ob man eine HIV-Infektion verhindern konnte.
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