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Stand: 6. August 2010Autor: Onmeda-Redaktion
Eine HIV-PEP (HIV-Postexpositionsprophylaxe) kann das Risiko einer HIV-Infektion nach einem Risikokontakt um circa 80 Prozent senken. HIV wird vor allem durch Körperflüssigkeiten wie Blut, Samen- oder Vaginalflüssigkeit übertragen. In diesen Flüssigkeiten ist die Virenzahl, und damit auch die Infektionswahrscheinlichkeit, besonders hoch. Küssen oder das gemeinsame Trinken aus einem Glas ist dagegen ungefährlich.
Ob eine HIV-Übertragung stattfindet, hängt aber von mehreren Faktoren ab, wie zum Beispiel:
Wie hoch das Risiko für eine HIV-Infektion durch ungeschützten Geschlechtsverkehr mit einem HIV-positiven Partner genau ist, ist schwer abzuschätzen. Ein einziger Risikokontakt kann ausreichen, um zu einer HIV-Infektion zu führen. Andererseits muss es auch nach jahrelangem ungeschütztem Verkehr mit einem HIV-positiven Partner nicht zu einer Übertragung kommen. Statistisch gesehen geht man von 1 bis 10 Infektionen pro 1.000 Risikokontakten aus.
| Rangfolge der Übertragungswege, bei denen die Gefahr einer HIV-Infektion besteht (Infektionswahrscheinlichkeit nimmt von Platz 1 nach 6 ab) |
|---|
| 1. Teilen von Spritzbestecken mit HIV-positiven Drogenabhängigen. |
| 2. Ungeschützter empfangender Analverkehr mit HIV-positivem Partner |
| 3. Ungeschützter eindringender Analverkehr mit HIV-positivem Partner |
| 4. Ungeschützter empfangender Vaginalverkehr |
| 5. Ungeschützter eindringender Vaginalverkehr |
| 6. Oralsex, v.a. wenn Sperma in den Mund gelangt |
Außerdem gibt es Faktoren, die die Wahrscheinlichkeit einer HIV-Übertragung bei ungeschütztem Geschlechtsverkehr erhöhen können, wie zum Beispiel:
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