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Rund um das Thema AIDS

AIDS und HIV-Infektion: Historisches

Prävention und Forschung

Stand: 13. August 2010Autor: Onmeda-Redaktion

Nach Entdeckung des HI-Virus setzten Wissenschaftler alles daran, die Forschung zum Thema HIV und AIDS voranzutreiben. Zugleich versuchte man, die Bevölkerung zu sensibilisieren und aufzuklären, um die Zahl der Neuerkrankungen zu senken. Plakate, Broschüren und viele andere Materialien sollten dabei helfen, zum Beispiel durch Werbung für Kondome.

1984 gab es erstmals die Möglichkeit, mithilfe eines Antikörpertests herauszufinden, ob eine Person das HI-Virus in sich trägt. Sind Antikörper gegen das HI-Virus im Blut vorhanden, geht man davon aus, dass auch HI-Viren im Körper sind – die Person ist HIV-positiv. Seit 1985 müssen in Deutschland alle Blutprodukte auf HIV getestet werden.

Man sieht eine rote AIDS-Schleife.
Die rote AIDS-Schleife steht für Solidarität mit HIV-Infizierten.

1987 gelang es erstmals, ein Medikament zur Behandlung von HIV zur Verfügung zu stellen: Zidovudin (auch: Azidothymidin oder AZT). Das Medikament AZT konnte die Krankheit zwar nicht heilen, hemmte aber ein wichtiges Enzym des HI-Virus – die Reverse Transkriptase – und konnte so der Vermehrung von HIV im Körper entgegenwirken und die Lebenserwartung von Betroffenen erhöhen. In den darauffolgenden Jahren wurden zusätzliche Medikamente entwickelt.

1988 fand erstmals der Welt-AIDS-Tag statt, welcher von den Vereinten Nationen initiiert wurde. Jedes Jahr am 1. Dezember erinnern Einzelpersonen, Stiftungen, AIDS-Hilfen und Gesundheitsämter in vielen Aktionen an HIV und AIDS und leisten Ausklärungsarbeit. Symbol des Welt-AIDS-Tags ist seit 1991 die rote Schleife: Sie versinnbildlicht Respekt und Solidarität für die Betroffenen.

1996 etablierte sich mit dem Welt-AIDS-Kongress im kanadischen Vancouver die sogenannte antiretrovirale Kombinationstherapie. Dabei kombiniert man mehrere antiviral wirkende Medikamente mit dem Ziel, das Immunsystem zu stabilisieren. Die Medikamente sollen verhindern, dass sich das HI-Virus im Körper vermehrt und es durch die zunehmende Immunschwäche zum Ausbruch von AIDS kommt.

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