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Hirntumor

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (11. September 2014)

Der Begriff "Hirntumor" ist eine Sammelbezeichnung für sowohl gutartige als auch bösartige Geschwulste im Schädel, die direkt aus dem Gewebe des Gehirns oder der Hirnhäute entstehen.

Hirntumoren machen beim Erwachsenen nur einen sehr geringen Teil aller Krebserkrankungen aus. Sie zählen damit zu den eher seltenen Erkrankungen. Im Kindesalter treten Hirntumoren verglichen mit anderen Krebserkrankungen allerdings häufiger auf.

Man kann Hirntumoren nach unterschiedlichen Eigenschaften einteilen, zum Beispiel nach ihrem Wachstum:

  • Ein gutartiger Gehirntumor wächst nur langsam und bleibt dabei meist von benachbartem, gesundem Hirngewebe gut abgrenzbar.
  • Ein bösartiger Gehirntumor nimmt dagegen häufig schnell an Größe zu und wächst dabei zerstörerisch in das umgebende Gewebe hinein (sog. infiltratives Wachstum).

Auch die jeweilige Zellart, aus der sich der Hirntumor entwickelt hat, ist ein Unterscheidungsmerkmal.

Ein primärer Hirntumor entsteht aus Zellen des Gehirns oder aus den Hirnhäuten (sog. Meningen), die das Gehirn umhüllen. Im Gegensatz dazu entstehen Hirnmetastasen aus Krebszellen, die ein Tumor anderer Organe (z.B. Lungenkrebs oder Brustkrebs) ins Gehirn gestreut hat. Hirnmetastasen zählen deshalb nicht zu den primären Hirntumoren.

Die Symptome bei einem Gehirntumor sind vielfältig und hängen von der betroffenen Hirnregion ab. Die häufigsten Beschwerden bei einem Hirntumor sind:

Bei der Diagnose eines Hirntumors spielen die sogenannten bildgebenden Verfahren wie die Computertomographie (CT) und die Magnetresonanztomographie (MRT) eine entscheidende Rolle.

Ein Hirntumor bedarf einer Therapie, bei der mehrere medizinischr Fachrichtungen zusammenarbeiten. Die Behandlung besteht – wenn möglich – aus:

Die Prognose bei einem Gehirntumor hängt vom Wachstumsverhalten der Tumorzellen ab. Auch die Lage des Tumors im Schädel beeinflusst die Prognose: Eine Operation ist bei einem sehr schwer zugänglichen Gehirntumor manchmal kaum möglich oder mit einem erhöhten Risiko verbunden.

Wächst der Hirntumor langsam, können nicht betroffene Hirnareale die Funktionen der geschädigten Hirnregion übernehmen. Dies ist zwar nur in begrenztem Umfang möglich, es erklärt jedoch, warum manchmal relativ große Gehirntumoren (z.B. Meningeome) lange Zeit keine Beschwerden verursachen.






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