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Hirntumor: Geschwulst im Kopf

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (13. September 2016)

© Jupiterimages/iStockphoto

Wenn vom einem Hirntumor oder Gehirntumor die Rede ist, denken viele Menschen zuerst an Krebs. Ein Hirntumor muss jedoch nicht automatisch heißen, dass eine Person an Krebs erkrankt ist: Mit dem Begriff "Hirntumor" können sowohl sowohl gutartige als auch bösartige Geschwulste gemeint sein, die direkt aus dem Gewebe des Gehirns oder der Hirnhäute entstehen.

Hirntumoren machen beim Erwachsenen nur einen sehr geringen Teil aller Krebserkrankungen aus. Im Kindesalter sind sie dagegen vergleichsweise häufig.

Ärzte unterscheiden Hirntumoren nach bestimmten Eigenschaften, zum Beispiel nach ihrem Wachstum:

  • Ein gutartiger Gehirntumor wächst nur langsam und bleibt dabei meist von benachbartem, gesundem Hirngewebe gut abgrenzbar.
  • Ein bösartiger Gehirntumor nimmt dagegen häufig schnell an Größe zu und wächst dabei zerstörerisch in das umgebende Gewebe hinein (sog. infiltratives Wachstum).

Auch die jeweilige Zellart, aus der sich der Hirntumor entwickelt hat, ist ein wichtiges Merkmal, anhand dessen man Tumoren unterscheiden kann.

Ein primärer Hirntumor entsteht aus Zellen des Gehirns oder aus den Hirnhäuten (sog. Meningen), die das Gehirn umhüllen. Tochtergeschwulste im Hirn, die von einem Ursprungstumor aus einem Organ stammen, zählen dagegen nicht zu den primären Hirntumoren – in diesem Fall spricht man von Hirnmetastasen.

Welche Symptome ein Gehirntumor verursacht, kann ganz verschieden sein. Unter anderem hängt die Art der Beschwerden davon ab, welche Hirnregion betroffen ist. Häufige Symptome bei einem Gehirntumor sind etwa:

Solche Symptome können auch auf viele andere, teils harmlose Erkrankungen zutreffen. Um herauszufinden, ob es sich tatsächlich um einen Hirntumor handelt, sind vor allem bildgebende Verfahren wie die Magnetresonanztomographie (MRT) und die Computertomographie (CT) geeignet.

Bei der Therapie ist es wichtig, dass Experten aus mehreren medizinischen Fachrichtungen zusammenarbeiten. Mittel der ersten Wahl ist immer die Operation. Ist eine Operation nicht möglich oder können nur Teile der Geschwulst entfernt werden, kommen in der Regel eine Bestrahlung oder eine Chemotherapie zum Einsatz.

Die Prognose bei einem Gehirntumor hängt vom Wachstumsverhalten der Tumorzellen ab. Auch die Lage des Tumors im Schädel beeinflusst die Prognose: Eine Operation ist bei einem sehr schwer zugänglichen Gehirntumor manchmal kaum möglich oder mit einem erhöhten Risiko für Folgeschäden oder Komplikationen verbunden.

Wächst der Hirntumor langsam, können nicht betroffene Hirnareale die Funktionen der geschädigten Hirnregion übernehmen. Dies ist zwar nur in begrenztem Umfang möglich, es erklärt jedoch, warum manchmal relativ große Gehirntumoren (z.B. Meningeome) lange Zeit keine Beschwerden verursachen.

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