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Hirntumor: Geschwulst im Kopf

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (20. Januar 2016)

© Jupiterimages/iStockphoto

Der Begriff "Hirntumor" ist eine Sammelbezeichnung für sowohl gutartige als auch bösartige Geschwulste im Schädel, die direkt aus dem Gewebe des Gehirns oder der Hirnhäute entstehen.

Hirntumoren machen beim Erwachsenen nur einen sehr geringen Teil aller Krebserkrankungen aus. Im Kindesalter treten Hirntumoren verglichen mit anderen Krebserkrankungen allerdings häufiger auf.

Man kann Hirntumoren nach unterschiedlichen Eigenschaften einteilen, zum Beispiel nach ihrem Wachstum:

  • Ein gutartiger Gehirntumor wächst nur langsam und bleibt dabei meist von benachbartem, gesundem Hirngewebe gut abgrenzbar.
  • Ein bösartiger Gehirntumor nimmt dagegen häufig schnell an Größe zu und wächst dabei zerstörerisch in das umgebende Gewebe hinein (sog. infiltratives Wachstum).

Auch die jeweilige Zellart, aus der sich der Hirntumor entwickelt hat, ist ein Unterscheidungsmerkmal.

Ein primärer Hirntumor entsteht aus Zellen des Gehirns oder aus den Hirnhäuten (sog. Meningen), die das Gehirn umhüllen. Tochtergeschwulste im Hirn, die von einem Ursprungstumor aus einem Organ stammen, zählen dagegen nicht zu den primären Hirntumoren – vielmehr spricht man von Hirnmetastasen.

Die Symptome bei einem Gehirntumor sind vielfältig und hängen unter anderem von der betroffenen Hirnregion ab. Häufige Beschwerden bei einem Hirntumor sind:

Bei der Diagnose eines Hirntumors spielen die sogenannten bildgebenden Verfahren wie die Magnetresonanztomographie (MRT) und die Computertomographie (CT) eine entscheidende Rolle.

Ein Hirntumor bedarf einer Therapie, bei der Experten aus mehreren medizinischen Fachrichtungen zusammenarbeiten. Die Behandlung besteht – wenn möglich – aus:

Die Prognose bei einem Gehirntumor hängt vom Wachstumsverhalten der Tumorzellen ab. Auch die Lage des Tumors im Schädel beeinflusst die Prognose: Eine Operation ist bei einem sehr schwer zugänglichen Gehirntumor manchmal kaum möglich oder mit einem erhöhten Risiko für Folgeschäden oder Komplikationen verbunden.

Wächst der Hirntumor langsam, können nicht betroffene Hirnareale die Funktionen der geschädigten Hirnregion übernehmen. Dies ist zwar nur in begrenztem Umfang möglich, es erklärt jedoch, warum manchmal relativ große Gehirntumoren (z.B. Meningeome) lange Zeit keine Beschwerden verursachen.



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