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Hirntumor

Hirntumor: Verlauf

Stand: 24. Februar 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz

Bei einem Hirntumor hängt der Verlauf der Erkrankung von der Tumorart und von den zur Verfügung stehenden Behandlungsmöglichkeiten ab. Tritt die Krebserkrankung – zum Beispiel nach einer Operation – erneut auf, heißt dieses Wiederkehren in der medizinischen Fachsprache dann Rezidiv. Ein Rezidiv eines Hirntumors hat ungünstige Konsequenzen für die gesamte Prognose. Deshalb ist es wichtig, ein Hirntumor-Rezidiv möglichst frühzeitig zu erkennen und zu behandeln. Nach Abschluss der Therapie sind daher regelmäßige Nachsorge-Untersuchungen nötig.

Komplikationen

Nach einer Hirnoperation gilt zunächst ein Fahrverbot. Über die Dauer des Fahrverbots muss der behandelnde Arzt entscheiden. Eine beeinträchtige Hirnleistungsfähigkeit, Sehstörungen oder epileptische Anfälle können die Fahrtüchtigkeit vorübergehend oder dauerhaft einschränken.

Prognose

Bei einem Hirntumor ist die Prognose – da viele verschiedene Tumoren in diese Gruppe gehören– von Einzelfall zu Einzelfall sehr unterschiedlich und hängt von vielen Faktoren ab (z.B. Gewebetyp oder Lage des Hirntumors). Grundsätzlich gilt: Ein gutartiger Hirntumor, der langsam wächst, leicht zu entfernen ist und nicht wiederkehrt, hat eine günstige Prognose.

Die Diagnose von Hirnmetastasen verschlechtert die Prognose einer zugrunde liegenden Tumorerkrankung einer anderen Körperregion. Zu den Tumoren, die häufig Metastasen in das Nervensystem streuen, gehören Brustkrebs, Lungenkrebs, Nierenkrebs und Schwarzer Hautkrebs (malignes Melanom).

Hat ein Krebs bereits ins Gehirn gestreut, so liegen häufig auch an anderer Stelle im Körper Metastasen vor. Deshalb sucht der Arzt im ganzen Körper des Krebspatienten nach diesen Tochtergeschwulsten. Im Gegensatz zu anderen Tumoren bilden Hirntumoren selbst sehr selten Metastasen in anderen Organen.

Weiterlesen: Hirntumor: Vorbeugen

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