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Hirnmetastasen

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (13. Oktober 2014)

Etwa ein Drittel aller Hirntumoren sind Metastasen, also Tochtergeschwulste von Tumoren aus anderen Körperregionen. Hirnmetastasen entstehen aus Krebszellen, die über Blut, Lymphe oder Nervenwasser (Liquor) ins Gehirn gelangen.

Der ursprüngliche Tumorherd (sog. Primärtumor) findet sich meist in der Lunge (Bronchialkarzinom). Auch Absiedlungen von Brust-, Haut- und Nierenkrebs sind möglich.

Besonders wenn solch eine Tumorerkrankung bekannt ist, können unterschiedliche Symptome auf Hirnmetastasen hindeuten, zum Beispiel:

Auch können Hirnmetastasen zu einer Druckerhöhung im Gehirn führen. Das wiederum kann andere mögliche Symptome hervorrufen:

Bei entsprechendem Verdacht zeigen moderne bildgebende Verfahren wie die Computertomographie (CT) oder die Magnetresonanztomographie (MRT), ob Hirnmetastasen vorhanden sind. Die Bildaufnahmen sind nicht nur bei der Hirnmetastasen-Diagnose wichtig. Auch im weiteren Verlauf der Erkrankung sind zur Kontrolle während und nach der Therapie weitere CT- oder MRT-Untersuchungen oft sinnvoll. Wenn die Diagnose anhand von CT- oder MRT-Bildern nicht eindeutig ist, kann die sogenannte histologische Untersuchung notwendig sein. In diesem Fall nimmt der Arzt eine Probe aus dem verdächtigen Gewebe (Biopsie) und lässt diese unter dem Mikroskop genau untersuchen.

Die Behandlung von Hirnmetastasen richtet sich nach der Art, Lage und Größe des Tumors. Als erste Maßnahme werden oft Medikamente (Kortikoide) gegen die Flüssigkeitsansammlung im Gehirn (Hirnödem) verabreicht, die sich um die Hirnmetastasen entwickelt hat und zu Beschwerden führt. Bei der Behandlung der Hirnmetastasen kommen besonders eine chirurgische Therapie (Operation), Strahlentherapie (Bestrahlung) oder seltener eine Chemotherapie zum Einsatz. Die Ärzte versuchen auch, den Ursprungstumor, von dem diese Tochtergeschwulste stammen, ausfindig zu machen und zu behandeln.






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