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Forenexperte: Prof. Dr. Peter Wust
Forum Krebserkrankungen
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Stand: 22. Mai 2012Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz
Bei Hirnmetastasen ist der Verlauf in der Regel unabhängig vom Wachstum des primären Tumors – also des Krebses, der bösartige Zellen ins Gehirn gestreut hat. Das Auftreten von Hirnmetastasen verschlechtert allerdings die Prognose der ursprünglichen Krebserkrankung. Die Überlebenszeit hängt von der Art und Anzahl der Hirnmetastasen sowie von der Therapie ab. Die Prognose von Hirnmetastasen ist zwar ungünstig und die durchschnittliche Überlebenszeit beträgt ohne Behandlung nur wenige Wochen – unter Bestrahlung verlängert sie sich jedoch um mehrere Monate. Je nach Tumortyp und -größe verhilft die Bestrahlung nach einer Operation sogar zu einer längeren Überlebenszeit.
Eine gewisse Ausnahme stellen Metastasen von Hodenkrebs dar. Sie lassen sich durch eine kombinierte Behandlung aus Bestrahlung und Chemotherapie gut behandeln.
Eine möglicherweise verlängerte Überlebenszeit ist nicht immer eine ausreichende Begründung für eine mitunter belastende Therapie – insbesondere bei Hirnmetastasen mit ungünstiger Prognose und schwerem Verlauf. Hier ist es oft sinnvoller, mildere Therapieverfahren zu wählen, die das gegenwärtige Wohlbefinden verbessern und somit die Lebensqualität des Betroffenen erhalten.
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