Hirnmetastasen: Verlauf & Vorbeugen

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (18. Januar 2016)

Generell weisen Metastasen immer darauf hin, dass eine Krebserkrankung bereits fortgeschritten ist. Das Auftreten von Hirnmetastasen verschlechtert die Prognose der ursprünglichen Krebserkrankung. Wie viel Lebenszeit einem Betroffenen nach der Diagnose bleibt, hängt unter anderem von der Art und Anzahl der Hirnmetastasen sowie von der Therapie ab.

Die Prognose ist bei Hirnmetastasen im Allgemeinen ungünstig und die durchschnittlich verbleibende Lebenszeit beträgt ohne Behandlung nur wenige Wochen. Mithilfe geeigneter Therapien kann diese Zeit um einige Monate verlängert und die Lebensqualität oft verbessert werden. Bei Angaben zur Überlebenszeit handelt es sich allerdings Durchschnittswerte: So kann es raschere Verläufe geben – aber auch Fälle von Personen, die nach der Diagnose noch mehrere Jahre überleben. Viele individuelle Faktoren beeinflussen den persönlichen Verlauf einer Krebserkrankung mit Hirnmetastasen, so etwa das Alter, die allgemeine Verfassung oder die Anzahl der Metastasen.

Eine gewisse Ausnahme stellen Hirnmetastasen dar, die ursprünglich von einem Hodenkrebs stammen. Sie lassen sich durch eine kombinierte Behandlung aus Bestrahlung und Chemotherapie oft gut behandeln.

Ein möglicherweise um einige Monate verlängertes Leben ist nicht immer eine ausreichende Begründung für eine mitunter sehr belastende Therapie – insbesondere bei Hirnmetastasen mit ungünstiger Prognose und schwerem Verlauf. Hier kann es sinnvoller sein, mildere Therapieverfahren zu wählen, die das gegenwärtige Wohlbefinden verbessern und somit die Lebensqualität des Betroffenen für die verbleibende Zeit erhalten.

Vorbeugen

Es gibt keine direkten Maßnahmen, mit denen Sie Hirnmetastasen vorbeugen können. Generell empfiehlt es sich, unnötige Strahlung (v.a. bei Kindern) sowie Kontakt mit krebserregenden Chemikalien und Schadstoffen zu vermeiden.

Daneben können eine gesunde Lebensweise, eine abwechslungsreiche, fettarme Ernährung, der Verzicht auf Rauchen und Alkohol sowie regelmäßiger Sport dabei helfen, das allgemeine Risiko für Krebserkrankungen zu senken.


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