Hirnmetastasen: Ursachen

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (18. Januar 2016)

Hirnmetastase entstehen, wenn bösartige Tumoren in anderen Körperbereichen Tochtergeschwulste im Gehirn bilden. Ungefähr die Hälfte aller Hirnmetastasen geht auf Lungenkrebs (Bronchialkarzinom) als ursächlichen Tumor zurück. In manchen Fällen ist der Ursprungstumor aber auch unbekannt und muss erst gesucht werden. Weitere Tumoren, die besonders häufig Tochtergeschwulste im Gehirn beziehungsweise Rückenmark bilden, sind:

  • Tumoren im Verdauungstrakt

Eine Krebsgeschwulst im Gehirn muss jedoch nicht zwangsläufig eine Metastase sein – es sich auch um einen primären Hirntumor handeln.

Im Gegensatz zu Hirnmetastasen ist ein primärer Hirntumor direkt aus Hirngewebe entstanden und nicht aus einem entfernt liegenden Tumor, der ins Gehirn gestreut hat.

Um herauszufinden, ob ein primärer Hirntumor oder Hirnmetastasen die Ursachen der Beschwerden sind, kann der Arzt eine Gewebeprobe (Biopsie) aus der Geschwulst entnehmen und von einem Gewebespezialisten (Pathologe) unter dem Mikroskop beurteilen lassen. Auf diese Weise lässt sich feststellen, aus welchem Gewebe die entnommenen Krebszellen ursprünglich entstanden sind:

  • Stammen sie von Hirngewebe ab, handelt es sich um einen primären Hirntumor;
  • stammt das Gewebe aus einer anderen Körperregion, zum Beispiel von einem Tumor in der Lunge, handelt es sich um Metastasen im Hirn.

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