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Hiatushernie

Hiatushernien

Stand: 11. Oktober 2010Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz

Man unterscheidet verschiedene Formen von Hiatushernien, je nachdem, wie sich die Fehllage vom Normalzustand unterscheidet.

Darstellung eines Zwerchfellbruchs
  • Normalzustand: Der gesamte Magen liegt im Bauchraum, der Magenmund (Kardia) befindet sich unterhalb des Zwerchfells.
  • Axiale Gleithernie (Gleithernie, Gleitbruch, axiale Hernie: Der Mageneingang und der obere Teil des Magens (Magenfundus) sind durch das Zwerchfell in den Brustraum hochgezogen. Mit über 90 Prozent der Fälle ist dies die häufigste Hiatushernie.
  • Paraösophageale Hiatushernie: Hier befindet sich der Fundus, also der am höchsten gelegene Teil des Magens, im Brustraum neben der Speiseröhre (paraösophageal = neben der Speiseröhre); die Kardia, also der Teil des Magens, in den die Speiseröhre mündet, liegt in der korrekten Position.
    • Upside-down-Magen: Diese auch Thoraxmagen genannte Variante der paraösophagealen Hiatushernie ensteht, wenn der gesamten Magen in den Brustraum (Thoraxraum) verlagert ist.
  • Mischformen: Häufig kommt es auch zu Mischformen aus Gleithernie und paraösophagealer Hiatushernie.

Die Hiatushernie kann auch bei Neugeborenen auftreten. Durch eine fehlerhafte Reifung des kindlichen Zwerchfells liegen die Oberbauchorgane im Brustraum und verhindern bereits im Mutterleib die Ausreifung der Lungen. Oft muss das Kind nach der Geburt sofort beatmet und bald darauf operiert werden.

Häufigkeit

Hiatushernien nehmen mit dem Alter an Häufigkeit zu. In über 90 Prozent der Fälle liegt dabei eine axiale Gleithernie vor.

Weiterlesen: Hiatushernie: Ursachen

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