Startseite > Krankheiten > Hiatushernie > Definition
Stand: 11. Oktober 2010Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz
Eine Hiathushernie ist eine besondere Form der Hernie. Von einer Hernie spricht man, wenn Eingeweide in eine krankhafte Ausstülpung des äußeren Bauchfells hervortreten.
Bei der Hiatushernie, die im Volksmund auch als "Zwerchfellbruch" bezeichnet wird. dringen Teile des Magens durch eine Lücke im Zwerchfell in den Brustraum ein. Als Durchtrittspforte dient dabei die Lücke, durch welche die Speiseröhre in den Bauchraum eintritt (fachsprachlich Hiatus oesophagus genannt). Die Hiatushernie zählt zu den Zwerchfellhernien.
Andere Beispiele für Hernien sind die Leistenhernie oder die Schenkelhernie, bei denen Teile des Darms durch eine Lücke in der vorderen Bauchwand durchtreten.
Das Krankheitsbild der Hiatushernie ist eng mit dem der sogenannten Refluxkrankheit verknüpft, bei der übermäßig viel Magensaft in die Speiseröhre zurückfließt. Einen wichtigen Schutz gegen diesen Rückfluss (Reflux) stellt der Winkel dar, in dem die untere Speiseröhre in den Magen mündet. Im Normalfall steht die Speiseröhre in einem spitzen Winkel zum Magen (sog. His-Winkel). Lockert sich jedoch das Bindegewebe im Bereich der Speiseröhreneinmündung, kann es zu einer Fehllage und einem stumpfen Winkel kommen: Magensaft fließt dann leichter in die Speiseröhre zurück, Refluxbeschwerden wie Sodbrennen oder Aufstoßen sind die Folge (sog. kardiofundale Fehlanlage). Die kardiofundale Fehlanlage ist ein häufiger Zufallsbefund bei einer Magenspiegelung und gilt als Vorstufe zur Hiatushernie. Beim "Zwerchfellbruch" ist die normale Stellung von Speiseröhre und Magen zueinander vollständig verschoben und je nach individuellem Befund treten dieselben Beschwerden wie bei der Refluxkrankheit auf.
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