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Stand: 30. März 2011Autor: Onmeda-Redaktion
Die Akupunktur (von lat. acus = Nadel, pungere = stechen) ist eine alte Methode der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM), bei der man Schmerzen lindert oder das Wohlbefinden steigert, indem der Therapeut dünnen Nadeln in bestimmte Körperpunkte sticht. Die Einstichpunkte liegen über den gesamten Körper verteilt auf sogenannten Meridianen oder Energiebahnen, in denen die körpereigene Energie, das Qi, fließt. Die einzelnen Akupunkturpunkte sind auf Grund überlieferter Erfahrungen festgelegt worden.
In der Traditionellen Chinesischen Medizin wird der Heuschnupfen Bi Yuan genannt. Übersetzt bedeutet dieser Begriff "Nasenteich", was auf eine gestörte Flüssigkeitsabsonderung der Nasenschleimhaut hindeutet.
In Bezug auf das Qi geht die TCM davon aus, dass insgesamt sechs Umweltfaktoren, die "sechs Übel" oder auch "sechs bösartigen Einflüsse" (Liu Yin), krank machen können: Wind, Kälte, Feuer/Hitze, Feuchtigkeit, Trockenheit und Sommerhitze. Als Ursache des Heuschnupfens sieht die TCM die beiden Übel "Wind-Hitze" oder "Wind-Kälte". Das Übel Wind beschreibt Beschwerden, die aus einem gestörten Energiefluss im Lungenbereich herrühren. "Wind" tritt häufig zusammen mit "Kälte" oder "Hitze" auf. Krankheitssymptome, die durch das Übel Wind entstehen, äußern sich zum Beispiel durch Niesanfälle oder eine verstopfte Nase. Ziel der Akupunktur bei einer Pollenallergie ist es, das Qi wieder in Fluss zu bringen und so die Abwehrfunktion der Lungen zu stärken.
Der Akupunkteur setzt hierfür Nadeln an verschiedene Akupunkturpunkte. Diese sitzen für Heuschnupfen zum Beispiel am:
Damit die Akupunktur bei Heuschnupfen Wirkung zeigt, sollen durchschnittlich acht Behandlungen notwendig sein. Bei stark ausgeprägtem Heuschnupfen zeigt eine Akupunktur jedoch möglicherweise nicht genug Wirkung.
Zur Wirksamkeit der Akupunktur bei Heuschnupfen gibt es widersprüchliche Studienergebnisse. Während die Akupunktur in einigen Studien wirksam zu sein scheint, zeigt sie in anderen keine Therapievorteile.
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