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Stand: 7. November 2011Autor: Onmeda-Redaktion
H1-Antihistaminika schwächen die Wirkung der körpereigenen Substanz Histamin ab beziehungsweise heben diese auf. Histamin ist ein Botenstoff des Nervensystems, ein Neurotransmitter. Histamin wird unter anderem in den Mastzellen gespeichert. Während einer allergischen Reaktion setzen die Mastzellen Histamin frei – es kommt zu allergischen Symptomen wie einem
H1-Antihistaminika blockieren die sogenannten Histamin-H1-Rezeptoren und können dadurch verhindern, dass Histamin freigesetzt wird und dadurch allergische Reaktion abschwächen oder abwenden.
Die H1-Antihistaminika werden in Wirkstoffe der 1. Generation und der 2. Generation unterteilt, also in ältere und neuere Wirkstoffe.
H1-Antihistaminika werden vor allem bei Allergien eingesetzt, zum Teil aber auch als Beruhigungsmittel oder als Mittel gegen Übelkeit. Die H1-Antihistaminika der 1. Generation haben den Nachteil, dass sie müde machen, da sie sedierend wirken. Sie blockieren nicht nur die Histamin-H1-Rezeptoren der Mastzellen, sondern auch andere H1-Rezeptoren im Körper.
Bei der Gabe als Schlafmittel wird dieser Effekt ausgenutzt, bei der Anwendung der Substanzen als Mittel gegen Übelkeit und Erbrechen ist er eine teilweise erwünschte Begleiterscheinung. Personen, die am Straßenverkehr teilnehmen oder aus anderen Gründen leistungsfähig bleiben müssen, dürfen die Antihistaminika der 1. Generation aufgrund der sedierenden Wirkung nicht verwenden.
Zur Behandlung von allergischen Reaktionen und teilweise auch von Asthma werden folgende H1-Antihistaminika angewendet:
Um den müde machenden Effekt zu umgehen, werden die meisten Wirkstoffe dieser Gruppe nur noch selten in Form von Tabletten oder anderen Arzneiformen, die im gesamten Körper wirken, eingesetzt. Einige H1-Antihistaminika der 1. Generation haben eine große Bedeutung bei der Behandlung von allergischen Reaktionen der Haut, beispielsweise nach Insektenstichen. Hierfür eignen sich Cremes oder Gele, die H1-Antihistaminika enthalten. Die Gele haben außerdem den Vorteil, dass sie kühlend wirken – dies empfinden die meisten Menschen mit allergischen Reaktionen der Haut als angenehm.
Weitere Nebenwirkungen, die bei der inneren Anwendung (z.B. als Tablette) auftreten können, sind Sehstörungen und vereinzelt kommt es zu einem erhöhten Augeninnendruck (Glaukom).
Zudem kann es zu
In Einzelfällen treten Schwindelgefühle, Ödeme, Muskelkrämpfe oder Brustbeklemmungen auf. Bei der äußerlichen Anwendung der Antihistaminika können örtlich begrenzte Überempfindlichkeitsreaktionen in Form von Hautveränderungen auftreten.
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