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Stand: 25. Februar 2011Autor: Onmeda-Redaktion
Bei einem Allergietest sind unter seltenen Umständen Risiken und Qualitätsmängel möglich. Doch sind Allergietests in aller Regel wenig problematisch und lassen sich ambulant beim Arzt durchführen. Um Risiken und Messfehler möglichst auszuschließen, sollte man sich für einen Allergietest gesund fühlen und beispielsweise keine schwere Infektion haben. Um weiterhin mögliche Komplikation zu vermeiden, bleibt man noch eine halbe Stunde nach der Testung unter ärztlicher Beobachtung. Bei Schwangeren, bei schwerer Allgemeinerkrankung und akuten Allergie-Symptomen, ist von einem Hauttest abzusehen.
Allergietests können gewisse Risiken bergen. Der Reibe-Test ist der ungefährlichste, aber auch der am wenigsten aussagekräftige Allergietest. Bei Allergietests können in seltenen Fällen schwere Komplikationen wie ein anaphylaktischer Schock auftreten. Bereits Sekunden bis Minuten nach dem Kontakt mit dem Allergen kommt es dann zu Unruhe, Juckreiz und Ausschlägen. Schwindel, Schüttelfrost, Übelkeit, Atemnot und Herzrasen treten hinzu und die Beschwerden können in Bewusstseinsverlust sowie Atem- und Kreislaufstillstand übergehen.Deshalb stehen bei Allergietests (insbesondere beim Intrakutan-Test und beim Provokationstest) immer Notfallmedikamente parat, um eine schnelle Erste Hilfe zu gewährleisten. Wenn es bei jemandem bereits zu einer heftigen allergischenReaktion nach einem Test gekommen ist, sollte der nächste Allergietest im Krankenhaus erfolgen.
Ein Allergietest ist meist aussagekräftig – dennoch sind unter Umständen Qualitätsmängel möglich. Für ein verlässliches Testergebnis sollte der Betroffene bis zu fünf Tage vor dem Allergietest keine Antihistaminika oder Kortisonpräparate einnehmen. Diese Medikamente dienen dazu, allergische Reaktionen zu lindern oder gar zu verhindern. Sie könnten somit beim Allergietest das Testergebnis verfälschen und aus einer normalerweise positiven Testreaktion ein (falsch-) negatives Ergebnis machen.
Solche falsch-negativen Testergebnisse bedeuten, dass der Betroffene eigentlich auf das entsprechende Allergen reagiert, es aber im Test zu keiner adäquaten Hautreaktion kommt. Falsch-negative Ergebnisse können beim Allergietest entstehen, wenn zum Beispiel die Testkonzentration zu niedrig ist, die Hautpflaster beim Epikutan-Test nicht gut haften (z.B. nach Kontakt mit Wasser) oder zu früh entfernt wurden oder wenn nur eine Kombination verschiedener Stoffe zur allergischen Reaktion führt. Auch falsch-positive Resultate sind bei einem Allergietest unter bestimmten Voraussetzungen möglich (z.B. wenn die zu testende Hautstelle geschädigt oder verunreinigt ist).
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