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Heuschnupfen (Pollenallergie, Pollinosis)

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (09. Februar 2016)

© Jupiterimages/iStockphoto

Heuschnupfen (Pollenallergie, Pollinosis) kann einem die Freude an gutem Wetter gründlich verleiden: Wer eine Allergie gegen Blütenstaub (Pollen) hat, entwickelt gerade dann teils heftige Beschwerden.

Heuschnupfen tritt typischerweise saisonal – also zu bestimmten Jahreszeiten – auf: Allergische Symptome infolge einer Pollenallergie entstehen meist nur zu den typischen Pollenflugzeiten im Frühjahr, Sommer oder Herbst. In der Regel handelt es sich hierbei um Augenbeschwerden, Schnupfen und / oder Atembeschwerden.

Da viele Menschen jedoch nicht nur gegen eine Pollenart, sondern gegen Pollen verschiedener Pflanzen allergisch sind und einzelne Pflanzenarten bereits im Dezember oder Januar oder auch bis in den Herbst hinein blühen können, kann Heuschnupfen unter Umständen auch ganzjährig oder mehrfach im Jahr auftreten.

Dabei passiert Folgendes: Bei Heuschnupfen reagiert der Körper wie bei jeder Allergie überempfindlich auf bestimmte Stoffe (sog. Allergene), die an sich harmlos sind. Bei der Pollenallergie sind das bestimmte Eiweiße, aus denen die Pollen bestehen. Kommt ein Allergiker mit diesen Eiweißen in Kontakt, zeigt sein Immunsystem eine Abwehrreaktion. Dann sind Abwehrzellen aktiv, die Entzündungsbotenstoffe ausschütten. Diese Botenstoffe (u.a. Histamin) sorgen für die typischen Beschwerden einer Allergie.

Die für Heuschnupfen typischen Symptome sind:

Nicht selten haben Menschen mit Heuschnupfen während der Pollensaison auch Konzentrationsstörungen oder Schlafprobleme und fühlen sich schlapp und müde. Zudem kann sich die Pollenallergie von der Nase auf die tiefer liegenden Atemwege ausweiten und so ein allergisches Asthma bronchiale hervorrufen. In dem Fall sprechen Ärzte von einem Etagenwechsel.

Das Risiko, dass bei Heuschnupfen ein allergisches Asthma entsteht, lässt sich durch eine frühzeitige Behandlung senken.

Wer Heuschnupfen hat, entwickelt nach einer Weile möglicherweise zusätzlich allergische Reaktionen auf bestimmte Nahrungsmittel. Eine solche Kreuzallergie entsteht, wenn die Auslöser der Pollenallergie anderen Eiweißen in Nahrungsmitteln in ihrer Struktur sehr ähneln. Das Immunsystem reagiert dann genauso abwehrend auf dieses Nahrungseiweiß wie auf die allergieauslösenden Pollen. Typische Kreuzallergien bestehen zum Beispiel:

  • zwischen Birkenpollen und Haselnüssen sowie Kernobst (z.B. Äpfel, Kirschen) oder
  • zwischen Gräserpollen und Kartoffeln sowie Tomaten.

Oft tritt Heuschnupfen das erste Mal bereits in der frühen Kindheit auf und bleibt ein Leben lang bestehen. Grundsätzlich kann sich eine Pollenallergie aber auch in späteren Lebensphasen entwickeln. Viele Pollenallergiker sind während der Pollensaison durch die unterschiedlichen Beschwerden stark eingeschränkt, wodurch sich die Pollinosis sowohl auf das soziale Leben als auch auf die schulischen oder beruflichen Leistungen auswirken kann.

Um die mit Heuschnupfen verbundenen Symptome zu lindern, stehen zahlreiche Heuschnupfenmittel zur Verfügung. Die einzige Möglichkeit, die Pollenallergie ursächlich zu behandeln, besteht in der sogenannten Hyposensibilisierung: Dabei bringt man den Körper schrittweise mit zunächst sehr kleinen Mengen des Allergens in Kontakt: So soll das Immunsystem lernen, den allergieauslösenden Stoff zu dulden, statt mit Abwehr zu reagieren.

Wenn die Abwehr überreagiert



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