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Heuschnupfen (Pollenallergie, Pollinosis)Tests & ChecksRund um Allergien
Heuschnupfen (Pollenallergie, Pollinosis)Stand: 25. Februar 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz Unter Heuschnupfen (Pollenallergie, Pollinosis) versteht man allgemein eine Allergie gegen Blütenstaub (Pollen). Die medizinisch korrekte Bezeichnung für Heuschnupfen lautet daher Pollenallergie, während der Begriff Heuschnupfen sich genau genommen auf den allergischen Schnupfen (Rhinitis allergica) bezieht, der zum Beispiel auch bei Allergien gegen Pilzsporen, Hausstaubmilben, Federbetten oder Haustiere auftritt. Eine Allergie (wie die Pollenallergie) ist eine Überempfindlichkeit des Körpers gegen bestimmte Stoffe. Dabei reagiert das Abwehrsystem (Immunsystem) auf Substanzen – sogenannte Allergene – welche gewöhnlich harmlos sind. Bei einer Pollenallergie oder Pollinosis handelt es sich dabei um bestimmte Eiweiße, aus denen Pollenkörner von Bäumen oder Blütenaufgebaut sind. Bei einer Allergie wie der Pollenallergie sind Abwehrzellen aktiv, welche Entzündungsbotenstoffe ausschütten. Diese Botenstoffe (u.a. Histamin) sorgen für die typischen Beschwerden einer Allergie, etwa den Heuschnupfen, Niesreiz und gerötete Augen. In Deutschland sind etwa 15 bis 25 Prozent der Bevölkerung jedes Jahr von Heuschnupfen betroffen – die Zahl ist steigend. Abhängig von den Pollenflugzeiten der einzelnen Pflanzen kann der Heuschnupfen zu unterschiedlichen Zeiträumen im Jahr auftreten. Häufige Beschwerden innerhalb einer Blühperiode können zum Beispiel tränende, juckende, brennende oder entzündete Augen sein sowie Fließschnupfen und Niesreiz. Infolge eines Heuschnupfens kann es auch zu einem allergischen Asthma bronchiale kommen. Nicht selten sind Pollenallergiker neben der Pollinosis auch von Konzentrations- oder Schlafstörungen betroffen. Wer unter Heuschnupfen leidet, entwickelt nach einer Weile möglicherweise auch allergische Reaktionen auf bestimmte Nahrungsmittel. Eine solche Kreuzallergie entsteht durch Ähnlichkeiten des allergieauslösenden Pollens mit bestimmten Eiweißen des betreffenden Nahrungsmittels, auf die der Körper dann gleichermaßen mit einer allergischen Reaktion antwortet. Typisch ist zum Beispiel bei einer Pollenallergie gegen Birkenpollen eine später auftretende Allergie gegen Haselnüsse. Oft tritt Heuschnupfen das erste Mal bereits in der frühen Kindheit auf und bleibt ein Leben lang bestehen. Viele Pollenallergiker sind während der Pollensaison durch die unterschiedlichen allergischen Reaktionen stark eingeschränkt, wodurch sich der Heuschnupfen auf das soziale Leben sowie auf die schulischen oder beruflichen Leistungen des Betroffenen auswirken kann. Wie auch bei anderen Allergien ist der erste Therapieschritt beim Heuschnupfen, den Kontakt zum auslösenden Allergen zu vermeiden – in diesem Fall zur allergieauslösenden Pflanze und deren Pollen. Um die akuten Symptome eines Heuschnupfens zu lindern, stehen zahlreiche Medikamente zur Verfügung. Als einzige ursächliche Therapie lässt sich eine Hyposensibilisierung durchführen. Andere Bezeichnungen für Heuschnupfen sind "saisonale allergische Rhinitis", "saisonale Rhinitis allergica", "Pollinosis" oder "saisonale allergische Rhinokonjunktivitis". Weiterlesen: Heuschnupfen (Pollenallergie, Pollinosis): Definition Das könnte Sie auch interessieren
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