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Herzrhythmus­störungen

Veröffentlicht von: Till Hansmeier (04. Dezember 2013)

Herzrhythmusstörungen kommen häufig vor. Wenn das Herz hin und wieder mal zu schnell, zu langsam oder unregelmäßig schlägt, muss dies nicht zwangsläufig ein Zeichen für eine Erkrankung sein. Treten Herzrhythmusstörungen jedoch häufiger oder über einen längeren Zeitraum auf, sollten Sie die Ursache in jedem Fall ärztlich abklären lassen – denn es können auch bestimmte Erkrankungen dahinterstecken.

Bei so gut wie jedem – auch gesunden – Menschen ist der Herzschlag manchmal unregelmäßig – und oft nimmt der Betroffene sie gar nicht wahr.

Bei einer Herzrhythmusstörung schlägt das Herz zu schnell, zu langsam oder unregelmäßig.

Fällt die Herzfrequenz längerfristig unter 60 Schläge pro Minute, spricht man von einer langsamen (bradykarden) Herzrhythmusstörung. Dies muss nicht immer durch eine Krankheit bedingt sein: Wer etwa viel Ausdauersport betreibt, senkt in der Regel seine Herzfrequenz beziehungsweise seinen Ruhepuls. Trainierte Sportler können also durchaus eine ständig niedrige Herzfrequenz mit unter 60 Schlägen pro Minute haben, ohne krank zu sein.

Schlägt das Herz dagegen zu schnell, spricht man ab mehr als 100 Schlägen pro Minute von einer schnellen (tachykarden) Herzrhythmusstörung.

Zu den Ursachen krankhafter Herzrhythmusstörungen zählen Schädigungen beziehungsweise Störungen am Sinusknoten, dem natürlichen Schrittmacher des Herzens. Auch Schäden am sogenannten Reizleitungssystem, das die elektrischen Impulse vom Sinusknoten zu den Herzmuskelzellen leitet und so für das rhythmische Zusammenziehen des Herzmuskels sorgt, können Herzrhythmusstörungen hervorrufen. Mögliche Ursachen sind zum Beispiel:

Um Herzrhythmusstörungen festzustellen, befragt der Arzt den Betroffenen zunächst nach seinen Beschwerden. Anschließend folgen eine körperliche Untersuchung und verschiedene weitere Diagnosemethoden, zum Beispiel eine Echokardiographie (EKG) oder eine Ultraschalluntersuchung des Herzens. Um die genauen Ursachen der Herzrhythmusstörungen zu ermitteln, sind manchmal weitere Tests notwendig, zum Beispiel eine Blutuntersuchung.

Ventrikuläre Tachykardie: Video

Die Behandlung von Herzrhythmusstörungen richtet sich unter anderem nach ihrer Art, Schwere und Ursache. Es gibt verschiedene Medikamente, die bei Herzrhythmusstörungen zur Therapie zum Einsatz kommen. Reicht eine medikamentöse Behandlung alleine nicht aus, setzen Ärzte manchmal in einer Operation einen Herzschrittmacher ein. Harmlose Herzrhythmusstörungen, wie sie bei gesunden Menschen manchmal vorkommen, müssen nicht unbedingt behandelt werden.






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