Herzneurose (Herzphobie, funktionelle Herzbeschwerden)

Herzneurose (Herzphobie, funktionelle Herzbeschwerden)

Herzneurose (Herzphobie, funktionelle Herzbeschwerden): Definition

Stand: 14. Juli 2010Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz

Bei einer Herzneurose (Herzphobie, funktionelle Herzbeschwerden) befürchten Betroffene über einen langen Zeitraum, eine Herzerkrankung zu haben oder einen Herzinfarkt zu bekommen, obwohl körperlich alles in Ordnung ist. Diese Sorge ist häufig mit einer großen Angst verbunden.

Die Herzneurose zählt zu den psychosomatischen Störungen, genauer zu den sogenannten somatoformen autonomen Funktionsstörungen. Darunter versteht man Erkrankungen, bei denen Betroffene über anhaltende körperliche Beschwerden berichten, für die sich jedoch keine ausreichende körperliche Ursache feststellen lässt. Eine andere Erkrankung aus dieser Gruppe ist zum Beispiel die Reizblase.

Andere Bezeichnungen für die Herzneurose sind:

  • Herzphobie
  • Kardiophobie
  • funktionelle Herzbeschwerden
  • funktionelle Herzstörung
  • nervöse Herzbeschwerden
  • Da-Costa-Syndrom
  • Herzangstsyndrom

Häufigkeit

Eine Herzneurose kommt relativ häufig vor: Durchschnittlich bis zu 30 Prozent aller Personen, die wegen ihrer Herzbeschwerden einen Herzspezialisten zu Rate ziehen, sind davon betroffen. Eine Herzneurose tritt überwiegend bei Männern zwischen 40 und 60 Jahren auf, aber auch bei jüngeren Menschen.

Weiterlesen: Herzneurose (Herzphobie, funktionelle Herzbeschwerden): Ursachen

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