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Herzklappenfehler: Therapie

Veröffentlicht von: Till von Bracht (20. Februar 2014)

Bei einem Herzklappenfehler hängt die Therapie davon ab, welche Herzklappe betroffen ist.

Wenn Sie einen ausgeprägten Herzklappenfehler haben, bei dem die Aortenklappe stark verengt ist (sog. Aortenklappenstenose bzw. Aortenstenose), besteht die Therapie in einer Herzklappen-Operation – auch, wenn Sie schon ein hohes Alter erreicht haben. Dabei stellt eine neue Herzklappe (künstliche Herzklappe oder Transplantat) die einzige wirksame Möglichkeit dar, die Herzklappenverengung nachhaltig zu behandeln.

Auch bei einem Herzklappenfehler in Form einer unzureichend schließenden Herzklappe (sog. Herzklappeninsuffizienz) besteht die Therapie in einer Operation. Dabei ersetzt der Operateur Ihre undichte Herzklappe ebenfalls oder rekonstruiert die Klappe unter Umständen. Klappenersatz und -rekonstruktion sind außerdem zur Behandlung einer Mitralklappenverengung (bzw. Mitralklappenstenose) geeignet. Daneben besteht die Möglichkeit, die verengte Mitralklappe mit speziellen Instrumenten aufzuweiten (Valvuloplastie).

Wenn ein Herzklappenfehler zur Therapie einen Aortenklappen- oder Mitralklappenersatz nötig macht, kann unter Umständen anstelle der klassischen offenen Herzoperation ein neues Verfahren zum Einsatz kommen – die sogenannte kathetergestützte Klappenimplantation: Hierbei setzt der Arzt über einen Katheter eine künstliche Herzklappe ein. Diese schonende Behandlung bietet sich vor allem für Menschen an, bei denen aufgrund eines stark vorgeschädigten Herzens oder ausgeprägter Begleiterkrankungen keine Operation möglich ist. Allerdings sind im Hinblick auf die kathetergestützten Verfahren noch einige Fragen offen: Zum Beispiel ist noch nicht klar, wie lange der hierbei verwendete Klappenersatz hält.

Nach dem Eingriff bei einem Herzklappenfehler ist eine Therapie durch blutverdünnende Medikamente ratsam, um Thrombosen und Embolien zu vermeiden. Außerdem ist es bei jeder herzchirurgischen Behandlung mit Implantation von Fremdmaterial – also auch wenn man Ihren Herzklappenfehler mit künstlichem Material behandelt hat – wichtig, vor, während oder kurz nach der Herzklappen-Operation Antibiotika zu verabreichen: So kann man eine bakterielle Endokarditis (Herzinnenhautentzündung) verhindern.

Mitralklappenplastik: Video

Bei einem erfolgreich behandelten Herzklappenfehler ist eine Antibiotika-Therapie in vielen Fällen auch im weiteren Verlauf ratsam, um einer Herzinnenhautentzündung vorzubeugen. Dies gilt zum Beispiel für Menschen, die schon einmal von einer Endokarditis betroffen waren oder die künstliche Herzklappen haben. Wenn Ihre Herzklappen entzündet sind, bekommen Sie zur Behandlung ebenfalls Antibiotika gegen die ursächlichen Bakterien.






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