Herzklappenfehler: Herzklappeninsuffizienz

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (10. April 2015)

Ein Herzklappenfehler, bei dem die Herzklappe nicht vollständig schließt, nennt sich Herzklappeninsuffizienz. Die Herzklappeninsuffizienz führt dazu, dass das Blut nach Klappenschluss entweder aus der Herzkammer in den Vorhof oder aus der Schlagader wieder zurück in die Herzkammer fließt.

Diese zurückgeflossene Menge Blut muss das Herz wegen der Herzklappeninsuffizienz also beim nächsten Pumpvorgang zusätzlich zur eigentlich weiterzuleitenden Menge pumpen. Dies wiederholt sich durch den Herzklappenfehler fortdauernd: Ein Teil des gepumpten Bluts fließt ständig zwischen Herzkammer und Vorhof beziehungsweise zwischen Schlagader und Herzkammer hin und her. Dieses Blut bezeichnet man als Pendelblut.

Infolge der Herzklappeninsuffizienz muss das Herz mehr Blut pumpen als eigentlich vorgesehen. Dafür ist der Herzmuskel nicht ausgestattet. Dies führt dazu, dass sich der betroffene Herzabschnitt vergrößert und erweitert (sog. exzentrische Hypertrophie). Diese Anpassung gleicht den Herzklappenfehler aus – was aber nur zeitlich begrenzt gelingt.

Video: Herzklappeninsuffizienz – wie die Krankheit entsteht


Wie steht es um Ihre Gesundheit?



Apotheken-Notdienst