Herzklappenfehler: Definition

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (10. April 2015)

Ein Herzklappenfehler ist eine Funktionsstörung der Herzklappen. Dabei unterscheidet man vor allem zwei Fehlertypen:

  • Stenose: Die Herzklappe ist verengt.
  • Insuffizienz: Die Herzklappe ist undicht, schließt also nicht richtig.

Herzklappenfehler können einzelne oder mehrere Herzklappen betreffen. Normalerweise funktionieren diese Klappen wie Ventile – sie sorgen dafür, dass das Herz pumpen kann und das Blut nur in eine Richtung fließt. Entsprechend können Herzklappenfehler die Herzfunktion je nach Ausmaß unterschiedlich stark beeinträchtigen. Insgesamt verfügt das Herz über vier verschiedene Herzklappen:

  • Aortenklappe: Ventil aus der linken Herzkammer in die Hauptschlagader (Aorta)
  • Mitralklappe: Ventil aus dem linken Vorhof in die linke Herzkammer
  • Pulmonalklappe: Ventil aus der rechten Herzkammer in den Lungenkreislauf
  • Trikuspidalklappe: Ventil aus dem rechten Vorhof in die rechte Herzkammer
Aufbau eines Herzes

Aufbau des Herzens

Häufigkeit

Herzklappenfehler treten mit recht großer Häufigkeit auf, wobei sie nicht immer Beschwerden verursachen müssen, sondern auch symptomlos verlaufen können.

Der in Europa und Nordamerika am häufigsten vorkommende Herzklappenfehler ist die Aortenklappenverengung beziehungsweise Aortenklappenstenose. Ihre Hauptursache ist eine verkalkte Herzklappe im höheren Alter: Bei etwa der Hälfte aller über 70-Jährigen mit Aortenklappenstenose ist der Klappenfehler auf eine Verkalkung der Aortenklappe zurückzuführen. Bei jüngeren Menschen tritt die Aortenklappenstenose überwiegend als angeborener Herzklappenfehler auf. Am zweithäufigsten ist der Mitralklappenprolaps, bei dem sich die Mitralklappe während der Kontraktionsphase des Herzens vorwölbt (Prolaps = Vorfall, Heraustreten) und der mit einer Mitralklappeninsuffizienz einhergeht.


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