Herzinsuffizienz (Herzschwäche, Herzmuskelschwäche): Verlauf

Veröffentlicht von: Till von Bracht (29. Mai 2013)

Komplikationen

Die akut dekompensierte Herzinsuffizienz (Herzschwäche, Herzmuskelschwäche) ist eine schwerwiegende, lebensbedrohliche Komplikation. Dabei reichen die verschiedenen Gegensteuerungsmechanismen nicht mehr aus, um die verminderte Leistungsfähigkeit des Herzens auszugleichen. Eine dekompensierte Herzinsuffizienz kann zu einem Schock führen. Dabei fällt der Blutdruck stark ab. Der Kreislauf und lebenswichtige Organe können versagen. Ein plötzliches Herzversagen kann zum Beispiel eine dekompensierte Herzinsuffizienz auslösen. Als Ursachen für das Herzversagen kommen etwa ein Herzinfarkt, eine Herzmuskelentzündung (Myokarditis) oder Herzrhythmusstörungen infrage.

Häufige Folgen einer fortgeschrittenen Herzinsuffizienz sind der plötzliche Herztod. Das Herz hört plötzlich auf zu schlagen, beispielsweise als Folge eines akuten Herzinfarkts. Personen mit fortgeschrittener Herzinsuffizienz haben außerdem ein erhöhtes Risiko, Blutgerinnsel zu bilden. Dies kann zu Komplikationen wie einer Lungenembolie oder einem Hirninfarkt führen.

Bei Herzinsuffizienz häufig vorkommende Komplikationen sind zudem das Schlaf-Apnoe-Syndrom und Lungenödeme.

Prognose

Bei einer Herzinsuffizienz (Herzschwäche, Herzmuskelschwäche) hängt die Prognose vom Krankheitsstadium und der Therapie ab. Unbehandelt verstirbt etwa jeder zweite Patient im schwersten Krankheitsstadium innerhalb eines Jahres. Eine rechtzeitige, angemessene Behandlung verbessert die Überlebenschancen deutlich.

Weitere chronische Erkrankungen können bei einer Herzinsuffizienz die Prognose allerdings verschlechtern, zum Beispiel eine koronare Herzerkrankung (KHK), Diabetes mellitus ("Zuckerkrankheit") oder Vorhofflimmern.

Auch durch eine gezielte Behandlung kann eine Herzinsuffizienz nicht geheilt, die Prognose aber deutlich verbessert werden. Die richtige Therapie kann den Krankheitsverlauf verlangsamen.

Allgemeinmaßnahmen, die Risikofaktoren weitgehend ausschalten, verbessern bei Herzinsuffizienz die Prognose ebenfalls. Dazu gehört zum Beispiel ein gesunder Lebensstil, der Risikofaktoren wie Übergewicht oder Rauchen vermeidet.


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