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Herzinsuffizienz (Herzschwäche)
Herzinsuffizienz (Herzschwäche)AusgleichsmechanismenStand: 28. Dezember 2010Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz Bei einer beginnenden Herzinsuffizienz (Herzschwäche) setzt der Organismus verschiedene Ausgleichsmechanismen (Kompensationsmechanismen) in Gang. Die Pumpleistung des Herzens wird dadurch zeitweise aufrecht erhalten und so eine ausreichende Organdurchblutung gewährleistet. Renin-Angiotensin-Aldosteron-System (RAAS)Im Wesentlichen kompensiert der Körper die schwächer werdende Pumpleistung, in dem er das sogenannte Renin-Angiotensin-Aldosteron-System (RAAS) aktiviert. Dies führt dazu, dass die Niere weniger Wasser und Natrium ausscheidet. Die Folge: Das Blutvolumen nimmt zu und das Herz füllt sich besser mit Blut. Zusätzlich verengen sich die Arterien, wodurch der arterielle Blutdruck steigt. Die vermehrte Blutfüllung des Herzens bewirkt, dass sich das Herz vorm Zusammenziehen stärker vordehnt. Die bessere Vordehnung des Herzmuskels steigert die Kontraktionskraft (also die Fähigkeit des Herzmuskels, sich gegen einen Widerstand zusammenzuziehen).Vorübergehend steigt die pro Herzschlag ausgeworfene Blutmenge (Schlagvolumen) an. Langfristig führt die stärkere Füllung des Herzens allerdings dazu, dass sich die Herzhöhlen erweitern und die Herzklappen überdehnen. Die Klappen können sich nicht mehr reibungslos öffnen und schließen; als Konsequenz nimmt die Pumpleistung des Herzens wieder ab. StresshormoneDurch die Aktivierung des sogenannten sympathischen Nervensystems schüttet der Körper vermehrt Stresshormone wie etwa Adrenalin und Noradrenalin aus. Beide Hormone erhöhen vorübergehend die Herzfrequenz und damit die Pumpleistung des Herzens. Eine anhaltende Aktivierung lässt die Andockstellen der Herzzellen gegenüber diesen Stresshormonen jedoch weniger empfindlich werden, so dass ihre Wirkung nachlässt. Im weiteren Verlauf einer sich entwickelnden Herzinsuffizienz vergrößern sich die Herzmuskelfasern zum Ausgleich. Das Herz versucht so, mehr Blut pro Herzschlag zu fördern. Die vergrößerten Herzmuskelfasern brauchen ihrerseits mehr Sauerstoff. Als Ergebnis reicht die Durchblutung ab einem bestimmten Zeitpunkt nicht mehr aus. Oftmals kann der Arzt mittels einer Ultraschalluntersuchung des Herzens (Echokardiographie) bereits einen erhöhten Füllungsdruck in den Herzkammern nachweisen, bevor die ersten Symptome auftreten. Weiterlesen: Herzinsuffizienz (Herzschwäche): Definition – Häufigkeit Das könnte Sie auch interessieren
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