Anzeige

Anzeige

Anzeige

Anzeige

Anzeige

Herzinfarkt (Myokardinfarkt)

Veröffentlicht von: Till von Bracht (18. August 2014)

Der Herzinfarkt (Myokardinfarkt) zählt hierzulande zu den häufigsten Todesursachen. Eine gesunde Lebensweise kann dem Herzinfarkt aber vorbeugen! Darum gilt die Empfehlung: mögliche Risikofaktoren (wie Rauchen oder Übergewicht) vermeiden und bestehende Grundkrankheiten (wie Bluthochdruck) optimal behandeln lassen.

Ein Herzinfarkt entsteht, wenn ein großes Herzkranzgefäß (Koronararterie) plötzlich verschlossen ist: Normalerweise versorgen diese Gefäße das Herz mit Sauerstoff und Nährstoffen. Bei einem Gefäßverschluss kann das Blut aber nicht mehr zirkulieren, sodass die Versorgung des Herzens nur noch unzureichend ist. Die Unterversorgung schädigt das Herzmuskelgewebe und ein Teil des Gewebes stirbt ab – dieser Vorgang heißt Myokardinfarkt:

  • Myokard = Herzmuskel
  • Infarkt = Absterben eines Gewebeteils infolge Gefäßverschluss

Meist hat ein Herzinfarkt seine Ursachen darin, dass ein Blutgerinnsel eines der Gefäße verstopft. Dem geht überwiegend die sogenannte koronare Herzkrankheit (KHK) voraus, bei der die Durchblutung des Herzmuskels wegen einer Arterienverkalkung (Arteriosklerose) der Herzkranzgefäße gestört ist. Als Ursachen von Arteriosklerose und somit als Risikofaktoren für einen Myokardinfarkt gelten zum Beispiel:

Viele Herzinfarkte treten in den Morgenstunden auf. Oft sind die Symptome beim Herzinfarkt eindeutig: Typisches Anzeichen für einen Myokardinfarkt ist der anhaltende heftige Brustschmerz, der in den linken Arm ausstrahlt. Die Beschwerden können aber auch geringer sein oder ganz ausbleiben (sog. stummer Herzinfarkt).

Besonders häufig fehlen die typischen Herzinfarkt-Symptome bei der Frau.

Für die Heilungsaussichten ist bei einem Herzinfarkt eine schnelle Behandlung entscheidend. Darum gilt: bei Anzeichen für einen Herzinfarkt sofort einen Notarzt verständigen und den Betroffenen schnell ins Krankenhaus bringen! In den ersten Stunden nach dem Myokardinfarkt bestehen zwei Möglichkeiten, um zu verhindern, dass die unterversorgten Herzmuskelzellen absterben:

  • das verschlossene Gefäß mit einem Herzkatheter aufdehnen (sog. Dilatation) oder
  • das Blutgerinnsel durch Medikamente auflösen, sodass die Durchblutung des Gefäßes wiederhergestellt ist (sog. medikamentöse Thrombolysetherapie).

Herzinfarkt: Video

Da nach einem Herzinfarkt Komplikationen (wie z.B. Herzrhythmusstörungen, Linksherzinsuffizienz oder ein kardiogener Schock) auftreten können, ist eine Überwachung auf der Intensivstation erforderlich. Besonders kritisch sind die ersten 48 Stunden nach einem Myokardinfarkt.






Anzeige