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Herzinfarkt (Myokardinfarkt): Sofortmaßnahmen

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (18. August 2014)

Nach einem Herzinfarkt (Myokardinfarkt) ist eine schnelle ärztliche Therapie wichtig: Durch geeignete Sofortmaßnahmen in der ersten Stunde nach dem Herzinfarkt ist es am ehesten möglich, die Durchblutung des Herzmuskels mit Medikamenten oder durch Aufdehnung der verschlossenen Herzkranzarterie wiederherzustellen.

Je schneller beim Herzinfarkt ärztliche Sofortmaßnahmen zum Einsatz kommen, umso weniger Herzmuskelgewebe nimmt dauerhaften Schaden und umso weniger Komplikationen treten auf.

Der Notarzt leitet die ersten Maßnahmen zur Herzinfarkt-Therapie ein: Er kann gefährliche Herzrhythmusstörungen beim Herzinfarkt erkennen und geeignete Sofortmaßnahmen ergreifen. Starke Schmerzmittel lindern die mit dem Herzinfarkt einhergehenden Schmerzen. Gerinnungshemmende Medikamente verhindern, dass das Gerinnsel wächst oder an anderer Stelle ein weiteres entsteht.

Im Krankenhaus angekommen, erfolgt mindestens zwei bis drei Tage lang eine Überwachung auf der Intensivstation, da die ersten 48 Stunden nach einem Herzinfarkt besonders kritisch sind. Zur weiteren Therapie bekommt der Betroffene hier einen Zugang zum Gefäßsystem (zentraler Venenkatheter, ZVK) gelegt und erhält über eine Nasensonde Sauerstoff. Über den zentralen Venenkatheter verabreichen die Ärzte blutverdünnende Medikamente (Heparin). Teil der Sofortmaßnahmen im Krankenhaus ist es beim Herzinfarkt auch, ständig den Blutdruck zu überprüfen und bei Bedarf zu regulieren, oft durch Nitrate. Nitrate entlasten das Herz und lindern die mit dem Myokardinfarkt einhergehenden Schmerzen.

Ein kniender Mann fasst sich an die Brust.

Bei einem Herzinfarkt muss so rasch wie möglich gehandelt werden.

In der Frühphase nach dem Herzinfarkt gehören vor allem die Ballondilatation und die Thrombolyse (d.h. die Auflösung des ursächlichen Blutgerinnsels) zu den geeigneten Sofortmaßnahmen. Bei der Ballondilatation schiebt der Arzt einen feinen Kunststoffschlauch mit einem zusammengefalteten Ballon über ein Blutgefäß in der Leiste bis zu dem verengten Herzkranzgefäß vor und füllt anschließend eine Mischung aus Kontrastmittel und Kochsalz in den Ballon ein: Der ausgedehnte Ballon erweitert das verengte Gefäß. Das Kontrastmittel bewirkt, dass der Ballon auf einem Röntgenbild gut sichtbar ist.

Dass erneut eine Gefäßverengung nach dem Herzinfarkt eintritt, kann ein sogenannter Stent verhindern: Dies ist eine Gefäßstütze aus Edelstahl, die der Arzt mit dem Ballonkatheter in die betroffene Stelle einsetzt. Der Stent kann zusätzlich mit Medikamenten beschichtet sein, die einen erneuten Verschluss und somit einen weiteren Myokardinfarkt verhindern sollen.






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