|
Sie befinden sich hier:
Startseite > Krankheiten > Herzinfarkt (Myokardinfarkt) > Diagnose
Herzinfarkt (Myokardinfarkt)
Herzinfarkt (Myokardinfarkt)Herzinfarkt (Myokardinfarkt): DiagnoseStand: 18. August 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz Bei einem Herzinfarkt (Myokardinfarkt) erfolgt die Diagnose in erster Linie anhand der vorliegenden Beschwerden. Jedoch können die typischen Anzeichen für einen Herzinfarkt fehlen – vor allem bei der Frau. Von entscheidender Bedeutung bei der Herzinfarkt-Diagnose ist das EKG (Elektrokardiogramm), mit dem sich die Herzstromkurve messen lässt. Das EKG liefert Hinweise darauf, wo sich der Herzinfarkt befindet (z.B. Herzvorderwand oder Herzhinterwand). Außerdem lässt sich ablesen, ob ein frischer Myokardinfarkt vorliegt oder der Infarkt bereits längere Zeit zurückliegt. EnzymdiagnostikBei einem Herzinfarkt (Myokardinfarkt) trägt zur Diagnose auch die sogenannte Enzymdiagnostik bei: Das durch den Herzinfarkt abgestorbene Herzmuskelgewebe setzt Eiweiße (Enzyme) frei, die im Blut nachweisbar sind. Eines dieser Enzyme gehört zu den Kreatinkinasen (CK). Kreatinkinase kommt vor allem in den Muskeln und im Gehirn vor. Im Herzmuskel gibt es eine bestimmte Art von Kreatinkinase: CK-MB. Wenn Zellen des Herzmuskels nach einem Infarkt absterben, ist das Herzenzym CK-MB durch seine verstärkte Freisetzung aus dem Herzmuskel im Blut vermehrt vorhanden. Weitere Herzmuskeleiweiße, die bei einem akuten Herzinfarkt eine Diagnose ermöglichen, sind Troponin I und Troponin T: Für einen Schnelltest, mit dem sich ein Myokardinfarkt nach wenigen Stunden per Enzymdiagnostik feststellen lässt, sind diese Enzyme am besten geeignet. Bei Schäden des Herzmuskelgewebes lassen sich ebenfalls erhöhte Werte für diese Enzyme im Blut nachweisen. Hinweise auf RisikofaktorenBei einem Herzinfarkt (Myokardinfarkt) sind für die Diagnose auch Hinweise auf mögliche Risikofaktoren wichtig. Solche Risikofaktoren lassen sich durch weitere Blutwerte – wie zum Beispiel den Cholesterinspiegel – ermitteln. Zusätzliche Hinweise auf Herzinfarkte begünstigende Risikofaktoren kann ein besonders schnelles Computertomographie-Gerät liefern – das sogenannte EBT (Electron Beam Tomography): Dieses Gerät ermöglicht es, Kalkablagerungen in den Herzkranzgefäßen ohne einen Eingriff darzustellen. Weiterlesen: Herzinfarkt (Myokardinfarkt): Therapie Das könnte Sie auch interessieren
Herz-Kreislauf-ErkrankungenErfahren Sie im Überblick mehr rund ums Thema Herz-Kreislauf-Erkrankungen von A-Z. mehr ... Weitere Themen:
Disclaimer:© 2012 gofeminin.de GmbH – Das Informationsangebot rund um die persönliche Gesundheit auf www.onmeda.de dient ausschließlich Ihrer Information und ersetzt in keinem Fall eine persönliche Beratung, Untersuchung oder Diagnose durch einen approbierten Arzt. Die auf Onmeda zur Verfügung gestellten Inhalte können und dürfen nicht zur Erstellung eigenständiger Diagnosen und/oder einer Eigenmedikation verwendet werden. Bitte beachten Sie auch den Haftungsausschluss sowie unsere Hinweise zu den Bildrechten. |