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Herzbeutelentzündung (Perikarditis)
Herzbeutelentzündung (Perikarditis)PerikardpunktionStand: 17. März 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz Bei einem ausgeprägten Herzbeutelerguss beziehungsweise einer Herzbeuteltamponade als Folge einer Herzbeutelentzündung, reicht eine medikamentöse Therapie allein nicht aus. Da es sich meist um eine Notfallsituation handelt, ist das Ziel der Behandlung, zunächst das Herz zu entlasten. Der Arzt nimmt dafür eine sogenannte Perikardpunktion vor – dabei entnimmt er die überschüssige Flüssigkeit aus dem Herzbeutel. Bei rasch nachlaufenden Ergüssen (z.B. im Rahmen einer bakteriellen Endokarditis) legt er eine Drainage, wobei er einen Katheter im Herzbeutel belässt. Dadurch kann der Arzt den sich nachbildenden Erguss in regelmäßigen Abständen ableiten und so das Herz entlasten. Von einem Perikarderguss Betroffene werden generell intensivmedizinisch versorgt. PerikardfensterungBei schweren Verläufen von Herzbeutelentzündung mit wiederholten Perikardtamponaden kann man der Arzt eine sogenannte Perikardfensterung durchführen. Das bedeutet, der Arzt schafft während einer Operation einen Durchgang im Herzbeutel wobei der Erguss direkt in die Pleurahöhle abgeleitet wird – wo die Flüssigkeit schließlich von den Zellen aufgenommen (resorbiert) wird. Die Pleurahöhle ist der Raum zwischen der Lungenoberfläche und der inneren Wand des Brustkorbs. Die Pleurahöhle wird – ähnlich wie der Herzbeutel – von zwei dünnen Häuten aus Bindegewebe ausgekleidet (Brustfell und Lungenfell) und enthält natürlicherweise eine geringe Menge Flüssigkeit. Bei der sogenannten Perikarditis constrictiva verfestigt sich der Herzbeutel zunehmend (bindegewebige Verschwielung des Perikards). Da dies den Herzschlag immer mehr erschwert, kann es außerdem erforderlich sein, den Herzbeutel zu entfernen. Weiterlesen: Herzbeutelentzündung (Perikarditis): Verlauf Das könnte Sie auch interessieren
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