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Herzbeutelentzündung (Perikarditis)
Herzbeutelentzündung (Perikarditis)Herzbeutelentzündung (Perikarditis): DiagnoseStand: 17. März 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz Bei Verdacht auf eine Herzbeutelentzündung (Perikarditis) erkundigt sich der Arzt zur Diagnose zunächst nach den genauen Symptomen (Anamese). Häufig findet sich in der Krankengeschichte ein vorausgegangener Atemwegsinfekt oder eine Durchfallerkrankung. Anschließend folgt eine körperliche Untersuchung. Der Arzt hört dazu das Herz des Patienten mit einem Stethoskop ab. Bei beginnender Perikarditis mit fehlendem oder kleinem Erguss im Herzbeutel nimmt der Arzt ein hochfrequentes herzsynchrones Reibegeräusch wahr, das sogenannte "Perikardreiben". Um bei einer Herzbeutelentzündung die genaue Diagnose zu stellen, setzt der Arzt häufig auch ein Elektrokardiogramm (EKG) ein. Dabei erkennt er typische Veränderungen, die zum Teil einem Herzinfarkt sehr ähnlich sind, sich jedoch bei vollständiger Ausheilung wieder normalisieren. Mittels der Blutuntersuchung lassen sich bei einer Herzbeutelentzündung Entzündungszeichen des Körpers erfassen. Liegt eine Entzündung im Körper vor, etwa eine Perikarditis, ist unter anderem die Zahl der weißen Blutkörperchen erhöht, ebenso die Blutsenkungsgeschwindigkeit oder das sogenannte C-reaktive Protein. Zum Ausschluss einer Autoimmunerkrankung erfolgen spezielle Untersuchungen auf Autoantikörper. Bei Verdacht auf Tuberkulose als Auslöser einer Herzbeutelentzündung, führt der Arzt im Rahmen der Diagnose einen Tuberkulosetest durch. Die Ergebnisse einer Röntgenuntersuchung des Brustkorbs sind nur bei schweren oder chronischen Verläufen einer Herzbeutelentzündung oder einem ausgeprägten Herzbeutelerguss auffällig. Manchmal stellt der Arzt eine Vergrößerung der Herzsilhouette in Form eines "Bocksbeutels" oder einer "Frankenweinflasche" oder Verkalkungen fest. Dem Ultraschall des Herzens (Echokardiographie) kommt vor allem bezüglich der Diagnose eines Herzbeutelergusses eine große Bedeutung zu. Hat sich aufgrund der Entzündung ein Perikarderguss entwickelt, entnimmt der Arzt in einigen Fällen mit einer Hohlnadel Flüssigkeit aus dem Herzbeutel (Punktion), um es später im Labor untersuchen zu lassen. Dabei punktiert er nach einer örtlichen Betäubung (lokaler Anästhesie) unter Ultraschallkontrolle unterhalb des Brustbeins. Das Laborpersonal untersucht anschließend die punktierte Flüssigkeit laborchemisch und beurteilt mögliche Zellen im Erguss unter dem Mikroskop. Außerdem werden aus der gewonnen Flüssigkeit bakterielle Kulturen angelegt. Sind Bakterien im Erguss, lässt sich der jeweilige Erreger bestimmen. Weiterlesen: Herzbeutelentzündung (Perikarditis): Therapie Das könnte Sie auch interessieren
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