Startseite > Verraten Zehennägel ein mögliches Herzinfarkt-Risiko?
Autor: Onmeda-Redaktion
"Verraten Zehennägel ein mögliches Herzinfarktrisiko?"
Viele Männer schneiden sie zu selten, während die meisten Frauen sie mit erstaunlicher Geduld und Regelmäßigkeit kürzen, lackieren und feilen – die Zehennägel. Daher kommt es wohl, dass wir Zehennägel –; im Fachjargon als Hautanhangsgebilde bezeichnet – wahlweise entweder als zu behandelndes, notwendiges Übel oder als zu pflegenden Körperschmuck betrachten und gesundheitliche Aspekte dabei manchmal eher vernachlässigen.
Nicht aber Wael Al-Delaimy von der Universität von Kalifornien: Er hat Zehennägel unter einem medizinischen Blickwinkel analysiert. Zehennägel speichern Schadstoffe wie zum Beispiel Nikotin als Folge von Zigarettenkonsum. Und sie wachsen sehr langsam, im Durchschnitt rund einen Millimeter pro Monat. Der kalifornische Wissenschaftler machte die "Nagelprobe" und wollte wissen: Lässt sich das Herzinfarktrisiko anhand der Nikotinkonzentration in Zehennägeln voraussagen? Dazu wertete er eine Studie aus, in der unter anderem der Nikotingehalt der Nagelschnipsel von insgesamt 240.000 Studienteilnehmern analysiert wurde.
Das Ergebnis: Studienteilnehmer, deren Zehennägel eine hohe Nikotinkonzentration aufwiesen, erkrankten in der Folge mehr als dreimal so häufig an einer koronaren Herzerkrankung wie Probanden mit einer niedrigen Konzentration. Möglicherweise liefern Zehennägel über das Herzinfarktrisiko hinaus noch weitere, wertvolle Gesundheitsinformationen. Denken Sie also bei der nächsten Nagelpflege dran: In jedem abgeschnittenen Nagel könnten eine Menge Informationen stecken.
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