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Vorhofflimmern

(Stand: 30. September 2009)

Vorhofflimmern ist eine Herzrhythmusstörung, die insbesondere bei älteren Menschen häufig auftritt: Rund zehn Prozent der über 80-Jährigen sind davon betroffen. Ein Vorhofflimmern ist selbst nicht unmittelbar lebensbedrohlich, kann aber zu schweren Folgeschäden führen.

Beim Vorhofflimmern zieht sich die Vorhofmuskulatur des Herzens aufgrund von kreisenden elektrischen Erregungen ungeordnet und schnell zusammen. Dies ist mit einer erhöhten Entstehungsrate von Blutgerinnseln in den Vorhöfen (Vorhofthromben) verbunden.

Ein Vorhofflimmern lässt sich durch ein Elektrokardiogramm (EKG) erkennen. Die Herzrhythmusstörung kann elektrisch oder medikamentös wieder in den normalen Herzrhythmus (Sinusrhythmus) überführt werden (Kardioversion). Bei einem neu aufgetretenen Vorhofflimmern sind die Therapieerfolge größer als bei einem chronischen Verlauf. Wenn ein chronisches Vorhofflimmern besteht und zusätzliche Risikofaktoren vorliegen, sollten die Betroffenen blutverdünnende Medikamente (Antikoagulanzien) dauerhaft einnehmen.

Mögliche Folgeschäden beim Vorhofflimmern sind Embolien durch über die Blutbahn verschleppte Blutgerinnsel und kardiovaskuläre Begleiterkrankungen mit entsprechenden Komplikationen wie zum Beispiel einem Herzinfarkt. Um einem Vorhofflimmern vorzubeugen, ist es ratsam, begünstigende Erkrankungen wie beispielsweise Diabetes mellitus oder Bluthochdruck rechtzeitig zu behandeln. Zudem sollten erste Anzeichen wie Luftnot oder Kurzatmigkeit ernst genommen werden.

Weiterlesen: Vorhofflimmern: Definition

Autor: Onmeda Redaktion

Medizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz

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