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Vorhofflimmern

Vorhofflimmern: Verlauf

Stand: 26. Februar 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz

Ein Vorhofflimmern ist selbst nicht unmittelbar lebensbedrohlich, kann aber im weiteren Verlauf zu schweren Folgeschäden führen. So steigt das Risiko für Embolien durch über die Blutbahn verschleppte Blutgerinnsel und somit für Schlaganfälle und kardiovaskuläre Begleiterkrankungen mit entsprechenden Komplikationen wie zum Beispiel einem Herzinfarkt.

Verlauf und Prognose nach einem Vorhofflimmern lassen sich durch die richtige Behandlung positiv beeinflussen: Dank der modernen Behandlungsmöglichkeiten ist die Lebenserwartung bei Vorhofflimmern in den letzten Jahren deutlich angestiegen. Betroffene, die jünger als 65 Jahre alt sind und deren Herz ansonsten gesund ist, haben trotz Vorhofflimmern eine ähnliche Lebenserwartung wie Menschen ohne Herzrhythmusstörungen.

Dabei ist es jedoch wichtig, das Vorhofflimmern frühzeitig zu behandeln, da mit jedem Auftreten die Wahrscheinlichkeit für den nächsten Anfall zunimmt und damit das Risiko steigt, dass die Herzrhythmusstörung in einen chronischen Verlauf übergeht. Hält das Vorhofflimmern jahrelang an, besteht im Allgemeinen nur noch wenig Aussicht, den natürlichen normalen Herzrhythmus (Sinusrhythmus) dauerhaft wiederherstellen zu können.

Komplikationen

Ein Vorhofflimmern kann bei dauerhaftem Verlauf Komplikationen in Form von größeren Schwankungen der Herzfrequenz auslösen:

Ist ein Vorhofflimmern in seinem Verlauf mit einem Frequenzabfall auf unter 60 Schläge pro Minute (sog. Bradyarrhythmia absoluta) verbunden, können als Komplikationen Schwindel, Schwäche und auch kurze Bewusstlosigkeit (sog. Synkope) mit der Folge von Stürzen auftreten. Auch Symptome einer Herzinsuffizienz sind manchmal zu beobachten.

Kommt es im Verlauf von Vorhofflimmern zu Herzfrequenzen von über 100 Schlägen pro Minute (sog. Tachyarrhythmia absoluta), zählen zu den Komplitationen unter anderem starkes Herzrasen, Herzklopfen und Luftnot. Bei einer vorbestehenden Herzinsuffizienz kann sich durch die zu geringe Pumpleistung innerhalb kurzer Zeit eine Lungenstauung bis hin zum Lungenödem entwickeln. Menschen mit einer koronaren Herzkrankheit können während der Tachyarrhythmie einen Angina-pectoris-Anfall oder einen akuten Herzinfarkt bekommen.

Weiterlesen: Vorhofflimmern: Vorbeugen

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