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Vorhofflimmern

Medikamentöse Kardioversion

Stand: 26. Februar 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz

Eine weitere Möglichkeit, ein neu aufgetretenes Vorhofflimmern zu behandeln, stellt die Therapie durch medikamentöse Kardioversion dar: Hierbei kommen als Antiarrhythmika bezeichnete Medikamente zum Einsatz, um den normalen Herzrhythmus (Sinusrhythmus) wiederherzustellen.

Die Erfolgsrate der Therapie durch medikamentöse Kardioversion hängen davon ab, welches Mittel Sie gegen das Vorhofflimmern erhalten. Bei der Entscheidung, welches Antiarrhythmikum für Sie am besten geeignet ist, sind die Grunderkrankung des Herzens und die Nebenwirkungen der Mittel (z.B. Übergang in Vorhofflattern oder ventrikuläre Rhythmusstörungen) zu berücksichtigen. Eine medikamentöse Kardioversion erfolgt am besten stationär mit Monitorüberwachung.

Wenn die Therapie durch medikamentöse Kardioversion unbefriedigend verläuft, ist das Vorhofflimmern nachfolgend durch eine Katheterablation behandelbar: Bei diesem Verfahren verödet der Arzt die für die Reizleitung zuständigen gestörten Zellen mit einer Elektrosonde (Ablation = Abtragung; hier: Entfernen durch Veröden), um das Vorhofflimmern zu beheben.

Prophylaktische Therapie

Um ein erneutes Vorhofflimmern nach der Wiederherstellung des normalen Herzrhythmus zu verhindern, ist eine vorbeugende oder prophylaktische Therapie empfehlenswert: Ohne vorbeugende Medikamente haben ein Jahr nach einer elektrischen oder medikamentösen Kardioversion nur noch etwa 25 Prozent der Betroffenen einen normalen Herzrhythmus (Sinusrhythmus). Medikamente, die den Herzrhythmus stabilisieren, können einem Rückfall in das Vorhofflimmern vorbeugen. Die Langzeittherapie mit Antiarrhythmika stellt derzeit noch ein Problem dar, da diese Medikamente wiederum andere Formen von Herzrhythmusstörungen auslösen können. Eine prophylaktische Therapie ist daher erst dann ratsam, wenn nach erfolgreicher Korrektur des Herzrhythmus erneut ein Vorhofflimmern auftritt. Als Medikamente zur Kontrolle der Herzfrequenz stehen beispielsweise Betablocker, Kalziumantagonisten und Herzglykoside zur Verfügung.

Auch ein zur Behandlung eines andauernd verlangsamten Herzschlags (Bradykardie) implantierter Herzschrittmacher kann als prophylaktische Therapie zum Einsatz kommen, um zusätzliches Vorhofflimmern durch präventive Stimulation zu verhindern.

Weiterlesen: Vorhofflimmern: Therapie – Antikoagulanzien

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