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Stand: 28. April 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz
Wenn aufgrund der Beschwerden der Verdacht auf eine Thrombose, also einen Gefäßverschluss durch ein Blutgerinnsel (Thrombus), besteht, muss der Arzt die Diagnose mit bildgebenden Verfahren sichern. Da der Therapie-Erfolg entscheidend davon abhängt, wie lange das Blutgerinnsel schon besteht, sollten diese Untersuchungen rasch erfolgen.
Am häufigsten treten Thrombosen in den Venen (Phlebothrombose auf, also in den Blutgefäßen, die zum Herzen führen. Betroffen sind hier vor allem die Venen der unteren Körperhälfte, die tiefen Bein- und Beckenvenen. Blutgerinnsel können allerdings auch in den Herzhöhlen und den Armen entstehen. Thrombosen in Gefäßen, die vom Herzen wegführen (Arterien), sind eher selten.
Jährlich erkranken etwa 90 bis 100 von 100.000 Einwohnern (entspricht etwa 0,1 Prozent) an einer tiefen Thrombose der Venen. Dabei sind Frauen insgesamt etwas häufiger betroffen als Männer. Weiterhin spielen Alter, ethnische Zugehörigkeit und das Vorhandensein verschiedener Risikofaktoren eine Rolle. Hatte man beispielsweise bereits eine Thrombose, ist das Risiko deutlich erhöht, erneut eine zu bekommen.
Reisethrombose: Die Wahrscheinlichkeit, auf einem Langstreckenflug eine Reisethrombose zu bekommen, ist jedoch geringer, als häufig beschrieben. Tatsächlich beträgt das Risiko für ansonsten gesunde Menschen nur etwa 0,02 bis 0,05 Prozent. Personen mit bestimmten Vorerkrankungen (z.B. Diabetes mellitus, Blutgerinnungsstörungen) haben ein etwas höheres Risiko von circa 0,2 Prozent.
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