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Schlaganfall (Apoplex, Hirnschlag, Hirninfarkt, Insult)

Schlaganfall: Therapie

Stand: 28. Dezember 2010Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz

Bei einem Schlaganfall (Apoplex, Hirnschlag, Hirninfarkt oder Insult) ist es wichtig, dass die Therapie so schnell wie möglich einsetzt (das englische Motto lautet "Time is brain", frei übersetzt "Zeit ist Gehirn"). Daher wird jeder Schlaganfall-Patient als medizinischer Notfall betrachtet, auch wenn die Symptome nur mild ausgeprägt sind. Es gilt: Bei jedem Schlaganfall ist umgehend ärztliche Hilfe erforderlich. Die Schlaganfall-Behandlung erfolgt in spezialisierten Schlaganfall-Einheiten mancher Krankenhäuser, den sogenannten Stroke-Units (stroke; engl. für Schlaganfall; unit; engl. für Einheit).

Ein akuter Schlaganfall liegt vor, wenn eine bestimmte Hirnregion plötzlich nicht mehr mit ausreichend Sauerstoff versorgt und dadurch dauerhaft geschädigt wird. Daher hat bei einem akuten Schlaganfall die Therapie zum Ziel, diesen Schaden möglichst klein zu halten und schwere Folgen zu verhindern. Je nach Ursache des Schlaganfalls (Gefäßverschluss oder Blutung) unterscheidet sich die Therapie. Daher sollten Ärzte durch Untersuchungen rasch die genaue Ursache herausfinden, um dann die geeignete Behandlung einleiten zu können.

Die Therapie bei einem Gefäßverschluss (ischämischer Schlaganfall) umfasst:

  • Thrombolyse: Medikamente lösen das Blutgerinnsel im Gehirn auf und stellen die Durchblutung wieder her. Vorher aber muss der Arzt eine Hirnblutung mithilfe der Computertomographie (CT) des Kopfs ausschließen.
  • Antikoagulation: Medikamentöse Hemmung der Blutgerinnung; dies soll verhindern, dass das betroffene Gefäß noch mehr oder wieder verstopft.

Die Therapie bei einem Schlaganfall aufgrund einer Hirnblutung (hämorrhagischer Schlaganfall) umfasst in manchen Fällen einen neurochirurgischen Eingriff. Eine solche Operation hat zum Ziel, die Blutung zu stoppen, den Bluterguss zu entfernen und so das Hirngewebe zu entlasten. Bei allen Arten des Schlaganfalls müssen die lebenswichtigen Funktionen wie Blutdruck, Atmung, Herzfrequenz sowie die Urinausscheidung überwacht werden. Unter Umständen ist es erforderlich, dass der Arzt den Hirndruck mit Medikamenten senkt.

Langfristig soll die Schlaganfall-Therapie die neurologischen Symptome wie Lähmungen und Sprachstörungen bessern (Rehabilitation). Wie bei allen vom Gehirn ausgehenden Bewegungsstörungen geht man auch beim Schlaganfall nach dem sogenannten Bobath-Konzept vor. Das Bobath-Konzept beruht auf der Annahme, dass gesunde Hirnregionen lernen können, die Aufgaben der geschädigten Areale zu übernehmen.

Weiterlesen: Schlaganfall: Therapie – Rehabilitation

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