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Stand: 22. Juli 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz
Ein plötzlicher Herztod muss nicht sein: Durch geeignete Maßnahmen zum Vorbeugen von Herzerkrankungen können Sie ihn weitgehend vermeiden. Die wichtigste Strategie zum Vorbeugen eines plötzlichen Herztods besteht darin, ein erhöhtes Risiko besonders frühzeitig zu erkennen, auch wenn noch keine Herzbeschwerden vorliegen. Dieses Risiko ist umso höher, je mehr der inzwischen als klassisch einzustufenden begünstigenden Faktoren vorliegen. Zu diesen klassischen Risikofaktoren gehören unter anderem:
Ein plötzlicher Herztod ist bei gesunder Lebensweise mit regelmäßigem, gemäßigtem Sport demnach unwahrscheinlicher.
Neben den klassischen Risikofaktoren führt außerdem Folgendes dazu, dass ein plötzlicher Herztod eher eintritt:
Nur einer dieser Faktoren reicht aus, um das Risiko für den plötzlichen Herztod zu erhöhen. Wenn Sie zur Risikogruppe gehören, sprechen Sie am besten mit ihrem Hausarzt oder mit einem Kardiologen über geeignete Maßnahmen zur Prävention, damit ein möglicher plötzlicher Herztod nicht eintritt.
In erster Linie ist zur Vorbeugung eines plötzlichen Herztods die Grunderkrankung zu behandeln, wobei neben Medikamenten eine Aufdehung (Dilatation) verengter Herzkrankarterien mithilfe von Gefäßstützen (Stents) oder eine Bypass-Operation infrage kommen können. Als vorbeugende Medikamente sind Beta-Blocker und Antiarrhythmika geeignet. Trotz der Vielfalt verfügbarer Medikamente und der erweiterten Kenntnisse in deren Wirkungsmechanismen bieten Medikamente allein jedoch keinen ausreichenden Schutz vor dem plötzlichen Herztod: Besonders wenn Sie schon einmal einen Herzstillstand beziehungsweise Kreislaufversagen erlebt haben, beträgt Ihr Risiko, innerhalb eines Jahres von einem erneuten Ereignis betroffen zu sein, 30 bis 50 Prozent.
Damit ein plötzlicher Herztod unwahrscheinlich bleibt, bieten sich in solchen Fällen ergänzende Behandlungsmethoden wie der implantierbare Defibrillator (ICD, implantierbarer Kardioverter/Defibrillator) an. Derartige Geräte stellen verkleinerte Elektroschockgeräte (Defibrillatoren) dar, die wie Schrittmacher zu implantieren sind und mit 98 Prozent den größtmöglichen Schutz vor dem tödlichen Ausgang einer erneuten bedrohlichen Herzrhythmusstörung bieten können.
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