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Stand: 17. Mai 2012Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz
Ein niedriger Blutdruck (Hypotonie) ist je nach Ursachen eine primäre (auch essenzielle) oder sekundäre Hypotonie.
Ein niedriger Blutdruck (Hypotonie) mit unbekannten Ursachen ist eine sogenannte primäre Hypotonie. Diese häufigste Form von zu niedrigem Blutdruck stellt einen dauerhaften Zustand dar. Auffällig ist, dass überwiegend junge, schlanke Menschen und vor allem Frauen niedrige Blutdruckwerte aufweisen. Daher verwendet man in dem Zusammenhang auch den Begriff konstitutionelle Hypotonie (d.h. mit körperlicher Verfassung bzw. Körperbau zusammenhängender niedriger Blutdruck). Vermutlich spielen erbliche Faktoren, aber auch Umwelteinflüsse und Infekte bei der Entstehung einer primären Hypotonie eine Rolle. Wenn der Blutdruck sehr schnell absinkt, liegt ein sogenannter Kollaps vor.
Wenn ein niedriger Blutdruck (Hypotonie) auf bestimmte Ursachen zurückzuführen ist, liegt eine sekundäre Hypotonie vor. Ein sekundär verursachter niedriger Blutdruck kann ein Symptom einer bereits bestehenden Grunderkrankung sein. Zu den möglichen ursächlichen Erkrankungen gehören beispielsweise eine Herz-Kreislauf-Erkrankung (z.B. Herzinsuffizienz) oder eine endokrine Störung (z.B. Schilddrüsenunterfunktion). Aber auch bestimmte Medikamente oder schwere Blutungen und Flüssigkeitsverluste kommen als Ursachen für eine sekundäre Hypotonie infrage.
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